Welt : Drei Millionen auf Philippinen obdachlos

UN: Fast 300 000 Häuser sind zerstört.

Tacloban/Berlin - Angesichts der großen Zahl von Hilfsbedürftigen bleibt das Heranschaffen und Verteilen von Hilfsgütern im Katastrophengebiet auf den Philippinen eine große Herausforderung. Die Behörden sortieren inzwischen in der durch den Taifun „Haiyan“ vor gut einer Woche verwüsteten Stadt Tacloban selbst größere Nahrungsmittellieferungen in Familienpakete, um die Verteilung zu beschleunigen, teilte die Regierung am Samstag mit. Sie ruft weiter zu Spenden auf. Gebraucht werden Konserven, Lastwagen zur Verteilung der Güter und Generatoren mit Diesel.

Die Behörde für Katastrophenschutz schätzt die Zahl der Vertriebenen, deren Häuser zerstört oder schwer beschädigt wurden, auf über drei Millionen. Mindestens 285 000 Häuser sind nach UN-Angaben beschädigt. Der Rekordsturm hatte breite Schneisen der Verwüstung hinterlassen. Nach neuen Angaben der philippinischen Behörden vom Samstag wurden durch den Taifun mindestens 3633 Menschen getötet, mehr als 1170 galten noch als vermisst. Fast 12 500 wurden verletzt.

Inzwischen erreicht die internationale Hilfe immer mehr Menschen. US-Hubschrauber sind in der Krisenregion unterwegs und versorgen die Sturmopfer mit Hilfsgütern aus der Luft. Japan bereitet den größten Auslandshilfseinsatz seiner jüngeren Geschichte vor: Mehr als 1000 Soldaten sollen zusätzliche Hilfe leisten.

Die britische Regierung stockte am Samstag ihre Hilfe auf umgerechnet fast 60 Millionen Euro auf. Auch die Bundesregierung gab am Samstag weitere zwei Millionen frei. Insgesamt stellte die Bundesregierung damit bislang 6,5 Millionen Euro für deutsche und internationale Hilfsorganisationen bereit. dpa/AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben