Drogen : Immer mehr Franzosen züchten eigenes Cannabis

Immer mehr Franzosen züchten auf dem Balkon, im Garten oder sogar im Kleiderschrank ihr eigenes Cannabis. Nur in wenigen europäischen Ländern wird mehr gekifft.

Cannabis-Plantage
Professionelle Cannabis-Plantage -Foto: ddp

ParisImmer mehr Franzosen züchten auf dem Balkon, im Garten oder sogar im Kleiderschrank ihren eigenes Cannabis. Rund 200.000 Menschen in Frankreich bauen die Hanfpflanze an, wie die staatliche Beobachtungsstelle für Drogen und Rauschgift (OFDT) mitteilte. Das sind gut drei von tausend Einwohnern. Insgesamt kiffen laut OFDT schätzungsweise 1,2 Millionen Franzosen im Alter von zwölf bis 75 Jahren mindestens zehnmal im Monat; das sind zwei Prozent der Gesamtbevölkerung.

Meistens seien es junge Erwachsene, die Cannabis anbauten, weil sie lieber das "natürliche" Gras rauchten als Haschisch, das gepresste Harz der Pflanze, erklärte die OFDT. Viele von ihnen ließen aber über kurz oder lang wieder davon ab, weil es zu aufwändig sei. Laut der Behörde kiffen in kaum einem anderen europäischen Land so viele Schüler wie in Frankreich. Bei den 15- bis 16-Jährigen hätten nach eigenen Angaben schon 40 Prozent Cannabis ausprobiert, und 20 Prozent der Schüler der Altersgruppe rauchten mindestens einmal im Monat einen Joint.

Nach Angaben der Bundesregierung haben mehr als ein Viertel der Jugendlichen in Deutschland schon einmal Cannabis probiert; bei den meisten bleibe es beim Probieren. Rund zwei Millionen Deutsche konsumieren demnach aber regelmäßig Cannabis, also zweieinhalb Prozent der Gesamtbevölkerung. In beiden Ländern ist es verboten, Cannabis anzubauen, zu besitzen oder damit zu handeln. (mit AFP)

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