Thailand: Die großen Schäden gehen auf menschliche Einflüsse zurück

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Dürren, Stürme und Überschwemmungen : Wetterextreme nehmen zu
Überschwemmungen in China. In Peking starben aufgrund der schlimmsten Regenfälle seit 60 Jahren allein am Wochenende mindestens 37 Menschen. Fotos: dpa/dapd/AFP
Überschwemmungen in China. In Peking starben aufgrund der schlimmsten Regenfälle seit 60 Jahren allein am Wochenende mindestens 37...Foto: dapd

Die katastrophale Flutwelle in Thailand übrigens lässt sich nach Einschätzung der Autoren des NOAA-Aufsatzes nicht auf den Klimawandel zurückführen. Die Niederschlagsmenge, die zum Anschwellen der Flüsse und zur Überschwemmung großer Landstriche einschließlich der Hauptstadt Bangkok geführt hat, sei nicht außergewöhnlich gewesen. Die großen Schäden in Thailand seien auf andere menschliche Einflüsse zurückzuführen: die Einengung von Flussbetten, zu wenige natürliche Rückhalteflächen und eine immer intensivere Bebauung an den gefährdeten Flussufern. Dagegen sehen die Autoren bei der katastrophalen Dürre in Ostafrika vor einem Jahr, die schließlich zur Hungersnot in Somalia führte, durchaus einen Zusammenhang zum Klimawandel. Die Erwärmung des Indischen Ozeans verändere den Monsun und führe in Ostafrika zu einer insgesamt geringeren Niederschlagsmenge. Die Regenzeiten der vergangenen zehn Jahre folgen demnach kaum noch den Mustern früherer Jahrzehnte.

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Auch Großbritannien ächzt unter einer Wetterkatastrophe. Die Zeitung „The Times“ forderte vor wenigen Tagen: „Aufhören!“ und meinte den Regen, der seit drei Monaten mit Rekordwerten vom Himmel fällt. Mit mehr als 75 Flutwarnungen und hunderten überschwemmten Häusern kommt das dem katastrophalen Ereignis von 2007 bereits ziemlich nahe. Damals entschied die Regierung, Hunderte von Dämmen bauen zu lassen. Die neue konservativ-liberale Regierung sah sich jedoch angesichts der Haushaltsengpässe gezwungen, diese Mittel wieder zu streichen, was zu heftigen Diskussionen führte, zumal die Regierung von Premierminister David Cameron selbst vor wenigen Wochen einen Bericht vorgelegt hatte, nach dem Überflutungen das größte klimabedingte Risiko für Großbritannien sind.

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