Welt : Ebola-Epidemie: Außenamt warnt vor Reisen nach Uganda

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Nach dem Ausbruch der Ebola-Epidemie im Norden Ugandas mit bislang 33 Todesopfern haben die Nachbarstaaten Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung der tödlichen Krankheit zu verhindern. Kenia postierte in Busia, dem wichtigsten Grenzübergang nach Uganda, ein Ärzteteam, das versuchen soll, an Ebola erkrankte Personen zu identifizieren. Auch Ruanda und Tansania intensivierten Gesundheitstests an den Grenzübergängen. Uganda hat eine Sonderkommission gegen Ebola gebildet. Die Regierung und die Weltgesundheitsorganisation WHO entsandten Experten ins Seuchengebiet.

Das Auswärtige Amt (AA) in Berlin weist seit gestern bei seinen "Reisehinweisen zu Uganda" darauf hin, dass in der Gegend in und um die Stadt Gulu Fälle der Ebola-Erkrankung aufgetreten sind. Vor Reisen in den Norden Ugandas gewarnt wurde schon vorher, wegen Rebellenaktivitäten. Etwa 400 Deutsche leben laut AA in Uganda, vor allem Entwicklungshelfer, Missionare und Geschäftsleute. Über eine Rückholaktion werde derzeit "nicht nachgedacht". Der Bundesgrenzschutz verweist auf einen Einsatz-Plan für Seuchen-Fälle: Wenn ein aus Afrika kommender Fluggast im Flugzeug mit Beschwerden einer schweren Infektion auffalle, wird die Maschine am Rande des Flugfeldes "isoliert". Alle Passagiere dürfen sie erst nach ärztlichen Untersuchungen verlassen. Für Fälle, in denen ein Ebola-Verdacht aufkommt, steht in Berlin die Seuchenisolierstation der Charité zur Verfügung - eines von bundesweit fünf Spezialzentren für Seuchenerkrankungen. Deutsche Touristen werden derzeit nicht in Uganda vermutet. Dieter Müller vom Veranstalter Duma-Naturreisen in Heidelberg, der vor allem Trekking-Touren zu den Berggorillas im Süden anbietet, sagte, die letzte Gruppe der Saison kehrte Anfang Oktober zurück. Der Berliner Veranstalter Windrose-Fernreisen plant die nächste Uganda-Gruppenreise im Februar.

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