Welt : Ein echter Thriller

Wie clever Katie Holmes die Scheidung von Tom Cruise einfädelte – trotzdem sieht sie sich erst einmal von Scientology verfolgt.

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Gute Miene. Katie Holmes, die ihren Plan lange vorbereitete, lächelte noch im Februar neben ihrem Mann, als wäre nichts. Foto: dapd
Gute Miene. Katie Holmes, die ihren Plan lange vorbereitete, lächelte noch im Februar neben ihrem Mann, als wäre nichts. Foto:...Foto: dapd

Tom Cruise feiert am heutigen Dienstag seinen 50. Geburtstag. Auf ein Geschenk seiner Ehefrau Katie Holmes dürfte er allerdings vergeblich warten. Cruise dreht auf Island den Thriller „Oblivion“, und Holmes bereitet sich in New York auf eine mögliche Schlammschlacht um das Sorgerecht für die gemeinsame sechsjährige Tochter Suri vor. Eine Schlammschlacht scheint es tatsächlich zu werden, wenn man US-Medien Glauben schenkt. Einem Bericht des Online-Portals TMZ.com zufolge wird die Schauspielerin dieser Tage von Scientology stark unter Druck gesetzt. Scientology-Leute sollen die 33-Jährige, die am Freitag vergangener Woche nach fünf Ehejahren in New York die Scheidung eingereicht hat, derzeit auf Schritt und Tritt verfolgen. So würden ständig ein weißer Cadillac Escalade und ein schwarzer Mercedes vor ihrer Wohnung parken und ihr hinterherfahren, sobald sie ihr Apartment in New York verlasse. In den Autos seien immer zwei Männer zu sehen, die sich Notizen machten und sie auch fotografierten.

Anwesende Paparazzi behaupten, es handle sich bei den Männern nicht um Journalisten. Katie Holmes vermutet demnach, dass die Sekte sie jetzt als „mögliche Bedrohung“ eingestuft habe. Wohl auch, weil Holmes durch Cruise in den letzten Jahren viele Details aus dem Innenleben der Sekte mitbekommen haben dürfte. Tom Cruise ist seit vielen Jahren bekennender Scientologe. Die Organisation sei auch der Grund für die jetzt eingereichte Scheidung von Holmes gewesen. Der „Mission: Impossible“-Star habe demnach seiner Frau gegenüber darauf bestanden, dass Tochter Suri jetzt alt genug sei, um tiefer bei Scientology eingeführt zu werden. Ein Gedanke, der Holmes mit Angst und Schrecken erfüllt haben soll. Sie habe den Scheidungs-Coup dann auch schon seit geraumer Zeit vorbereitet und geplant. Der Zeitpunkt schien jetzt ideal, da ihr Mann für mehrere Wochen nach Island zu Dreharbeiten musste.

Auch der Ort, an dem die Scheidungspapiere eingereicht wurden, war clever ausgewählt. Nicht in Los Angeles, immerhin der primäre Wohnort von „TomKat“, wie das Paar genannt wurde, sondern in New York zog Holmes vor Gericht. Historisch sind die Richter dort eher dazu geneigt, der Mutter das alleinige Sorgerecht zuzusprechen. In Kalifornien sieht es anders aus. Hier bekommen die Eltern meist ein gemeinsames Sorgerecht zugesprochen. Holmes verlangt vom Gericht, dass sie das alleinige Sorgerecht für Suri bekommt. Sollte das Anwaltsteam von Holmes tatsächlich nachweisen können, dass ihre Mandantin von der Sekte verfolgt wird, könnte das im bevorstehenden Sorgerechtsstreit um Tochter Suri durchaus von Vorteil für die Frau sein. Cruise und Holmes hatten vor fünf Jahren in einem italienischen Schloss geheiratet. Angeblich soll vor ihrer Trauung ein Ehevertrag unterschrieben worden sein. Dieser dürfte im Detail festlegen, was Holmes, die Unterhalt und eine Aufteilung der gemeinsamen Immobilien verlangt, zusteht. Sicher scheint schon jetzt, dass Holmes sich in der gemeinsamen New Yorker Wohnung nicht mehr wohlfühlt. Obwohl sie rechtlich ihr gehört, sucht sie eine neue Bleibe.

Laut TMZ haben alle bisherigen Ehefrauen von Tom Cruise eines gemeinsam. Mimi Rogers, Nicole Kidman, Katie Holmes – sie waren alle 33 Jahre alt, als sie sich von ihm trennten.

Mit drastischen Bemerkungen hat sich Medienmogul Rupert Murdoch über die Rolle von Scientology in der Ehe von Tom Cruise und Katie Holmes geäußert. Über Twitter schrieb Murdoch: „Passt auf, wie sich die Geschichte mit Katie Holmes und Scientology weiter entwickelt. Etwas Unheimliches, vielleicht sogar Böses, umgibt diese Leute.“ Murdoch erhielt Hunderte von aggressiven Antworten auf seine Bemerkungen über die Scientology.

Und was macht Tom Cruise? Vertraglich fest verankert in seinem jüngsten Filmdeal, muss er auch diese Woche noch auf Island bleiben, um neue Szenen für „Oblivion“ abzudrehen. So hat Katie Holmes vor ihm Ruhe.

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