Welt : Ein kurzer Sommer: Deutschland genießt das schöne Wetter

Zwei Tage lang genießen die Deutschen das Sommerwetter mit blauem Himmel und strahlender Sonne. Doch es ist ein kurzer Sommer. Dicke graue Wolken ziehen am Mittwoch wieder über den Himmel und lassen es in weiten Teilen Deutschlands kräftig regnen und gewittern. Im Laufe des Tages überquert nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes in Offenbach das Tief "Giselle" Deutschland von West nach Ost. "In den neuen Bundesländern und in Franken gibt es anfangs noch Sonne. Dann kommen die Wolken und es gibt Schauer und Gewitter", sagte der Meteorologe Michael Bauer am Dienstag. Die Temperaturen liegen bei etwa 20 bis 25 Grad. Nur im äußersten Osten und Süden Bayerns haben die Menschen einen Tag sommerliche Gnadenfrist. Bei 27 bis 30 Grad bleibt es dort noch sonnig und trocken.

Der Wetterdienst Meteomedia rechnet am Mittwoch für ganz Deutschland mit Gewittern, die mit heftigem Platzregen, Hagel und Sturmböen auftreten können.

Am Donnerstag ist nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes der Himmel über ganz Deutschland bewölkt und es kann noch vereinzelt zu Gewittern kommen. Im Westen steigen die Temperaturen nur noch auf 18 bis 22 Grad; im Osten Deutschlands werden es ein bis zwei Grad mehr. Auch am Freitag und am Wochenende regnet, blitzt und donnert es wie gewohnt. Die Temperaturen pendeln sich bei Werten zwischen 18 und 25 Grad.

In den USA brennen die Wälder

Die Brände im Westen der USA breiten sich weiter aus. In elf Bundesstaaten kämpfte die Feuerwehr am Dienstag gegen mehr als 50 schwere Wald- und Buschbrände. Wie US-Medien berichteten, zerstörten die Flammen allein in den vergangenen zwei Wochen die Vegetation auf einer Fläche von 208 000 Hektar. Auf dem texanischen Armeestützpunkt Fort Hood wurden 500 Soldaten in Marsch gesetzt, die beim Löschen helfen sollen.

Im Mesa Verde Nationalpark im Bundesstaat Colorado und im Gila National Forest in New Mexiko sind mehrere Großfeuer weiter außer Kontrolle. In Kalifornien hat ein Buschbrand den Sequoia National Forest erreicht und bereits mehr als 26 000 Hektar zerstört.

Allein aus Idaho wurden 13 Busch- und Waldbrände gemeldet. Weitere Feuer brennen in den Bundesstaaten Arizona, Montana, Nevada, Utah, Wyoming, Washington und Texas. Die Brände wurden durch die andauernde Dürre und hohe Temperaturen im Westen der USA begünstigt. Derzeit sind mehr als 11 000 Feuerwehrleute im Einsatz. Viele der Feuer werden durch Blitzschlag hervorgerufen. Nach Angaben der nationalen Feuerbehörde in Boise (US-Bundesstaat Idaho) ist dies die gefährlichste Brandsaison seit 1988. In diesem Jahr seien in den USA bereits mehr als 1,4 Millionen Hektar verbrannt. Im Westen hofft man jetzt auf kräftige Regenfälle.

Feuer auf La Palma gestoppt

Beim Kampf gegen die großen Waldbrände auf der kanarischen Insel La Palma haben die Löscheinheiten den Vormarsch der Flammen weitgehend gestoppt. Der Nationalpark "Caldera de Taburiente", die wichtigste Sehenswürdigkeit der Insel, sei nicht mehr in Gefahr, teilten die Lokalbehörden am Dienstag mit. Die seit fünf Tagen tobenden Brände vernichteten fast 5 000 Hektar Wald- und Buschland. Es waren die folgenschwersten Waldbrände seit mehr als zehn Jahren auf La Palma.

Die Feuerwehr hatte die Brände bereits am Montagabend unter Kontrolle gebracht. Aber dann fachte der Wind die Flammen in der Nacht neu an. Der Wind trieb das Feuer vom Nationalpark weg und in Richtung auf die Ortschaft Tijarafe zu. Dort mussten zahlreiche Bewohner ihre Häuser verlassen. Die Waldbrände seien weitgehend unter Kontrolle, teilten die Inselbehörden später mit. Das Feuer werde allerdings erst in zwei oder drei Tagen völlig gelöscht sein.

Beim Kampf gegen die Flammen waren über 500 Helfer im Einsatz, darunter auch Einheiten der Armee. Die Brände waren bis an den Rand des Taburiente-Nationalparks vorgedrungen. Der Park liegt in einem Vulkankrater von neun Kilometern Durchmesser, einem der größten Krater der Erde. Auf Gran Canaria brachten die Löscheinheiten die Waldbrände im Süden der Insel ebenfalls unter Kontrolle.

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