Welt : Ein Profil aus tausend Teilen

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Stück für Stück setzen Spezialisten der Polizei wie bei einem kniffeligen Puzzle Hinweise über einen Tatverdächtigen zusammen. So genannte Profiler, speziell ausgebildete Kriminalisten, versuchen aus Zeugenaussagen, Spuren oder Charaktermerkmalen ein Bild des Verbrechers zu erstellen. Ihr Ziel: Sie wollen Einblicke in das Verhalten des Täters, in sein Umfeld und seine Motive erhalten. „Man muss klären, welche Entscheidungen der Täter während des Verbrechensablaufs getroffen hat, ohne mit ihm zu sprechen“, erläutert ein Profiler von Interpol Wien. „Das ist nicht so, dass man in eine Glaskugel schaut. Es geht um die Charakterisierung einer unbekannten Person, so dass sie sich von der Allgemeinheit abhebt.“

Die Methode der Fahnder zur Ermittlung eines Täterprofils wurde in den USA entwickelt. Am Anfang stand eine Analyse der Bundespolizei FBI. Wissenschaftler und Fahnder befragten verurteilte Serientäter über ihre Motive, Fantasien, Vorgehensweisen und sozialen Hintergründe. Die Hinweise der Verurteilten sollten helfen, Spuren an den Tatorten richtig zu deuten. Die Devise der Ermittler: Alles, was die Polizei am Tatort findet, teilt etwas über den Täter mit.dpa

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