Welt : Ein wenig Glanz für alle

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Oslo. Wenn Norwegens Kronprinz Haakon und Prinzessin Mette-Marit am Sonntag nach Deutschland kommen, können sie sich einer Aufmerksamkeit sicher sein wie schon lange keine royalen Besucher mehr. Seit die frühere Party-Königin aus bescheidenen Verhältnissen im vergangenen Sommer dem Thronfolger in Oslo das Jawort gab, ist Mette-Marit zu einem internationalen Medienstar geworden – mit allen Vorteilen, aber auch dem bitteren Preis dieses Status.

Fünf Tage bleibt das Paar im Lande, und auf jeder Station in München, Düsseldorf, Bonn, Köln und Hamburg werden Tausende Schaulustige erwartet. Mehrere Male werden sie Gelegenheit haben, den Besuch aus dem Norden zu begrüßen, bei der Eröffnung einer Designausstellung im Deutschen Museum in München, beim Besuch des Bonner Kunstmuseums oder bei der Eröffnung des Norwegerfestes auf dem Hamburger Rathausmarkt. Die blonde Prinzessin, die an Ostern einen Skiunfall erlitt, wird bei dem Besuch noch immer auf Krücken angewiesen sein. Daheim bleibt der fünfjährige Marius, Mette-Marits Sohn aus einer Beziehung vor der Einheirat in die Regentenfamilie.

Auf die Frage, wer sich des Jungen während der Reise annehme, antwortete eine Hofsprecherin knapp: „Das sehen wir als Privatangelegenheit der Prinzessin an.“ So muss Marius auf die Spritztour mit seinem Ziehvater in einem BMW-Sportwagen auf dem Münchner Testgelände verzichten. Der Junge solle so normal wie nur möglich aufwachsen, erklären die 28-Jährige Mette-Marit und ihr gleichaltriger Mann immer wieder und widersetzen sich deshalb auch dem Wunsch der Polizei nach permanenter Bewachung für das Kind.

Beim Deutschland-Besuch sind die Fototermine wohl organisiert. In München wird das skandinavische Traumpaar mit Bayerns Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber in die Kameras lächeln, in Düsseldorf zusammen mit dem nordrhein-westfälischen Regierungschef Wolfgang Clement.Thomas Borchert (dpa)

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