Welt : Eine Chronik der schwersten Zugunglücke in Indien

Die Zug-Katastrophe von Gaisal vom Montag mit bis zu 500 Toten ist eine der schlimmsten in der Geschichte Indiens. In der Vergangenheit hat es in dem Land aber immer wieder ähnliche Unglücke mit zahlreichen Opfern gegeben.

Als Unfallursache spielten häufig defekte Schienen eine Rolle, die Züge zum Entgleisen brachten. Fehlerhafte Signalanlagen und menschliches Versagen sowie Monsun-Fluten waren ebenfalls schon mehrfach Auslöser von Bahnunfällen. Die verheerendsten Zug-Unglücke in Indien seit Beginn der 80er Jahre:

Juni 1981. Im Bundesstaat Bihar im Osten Indiens stürzt ein Zug von einer Brücke in den Fluss Bagmati und reißt nach inoffiziellen Angaben mehr als 600 Menschen in den Tod. Wegen einer Kuh auf den Gleisen hatte der Zug gebremst und war dabei von einer Sturmböe erfasst worden. Offizielle Berichten zufolge kommen 243 Menschen um.

August 1984. Im südlichen Bundesstaat Madya Pradesh verlieren mindestens 112 Menschen ihr Leben, als eine Brücke zusammen bricht und ein Zug mit fünf Waggons in einen Fluss stürzt.

August 1988. Über dem Aschtamudi-See im südwestlichen Bundesstaat Kerala springt ein Zug auf einer Brücke aus den Schienen und stürzt ins Wasser. Mindestens 127 Menschen sterben.

April 1989. Im Bahnhof von Jhansi im nördlichen Bundesstaat Uttar Pradesh springen zwölf Waggons eines Expresszuges aus den Schienen. Mindestens 167 Menschen werden getötet.

August 1995. Bei Firozabad ebenfalls in Uttar Pradesch stoßen zwei Personenzüge zusammen, weil ein Signal von einem Bahnbeamten falsch gestellt worden war. Mindestens 309 Menschen sterben, manche Quellen sprechen von 358 Toten.

November 1998. Im nördlichen Bundesstaat Punjab sterben 208 Menschen, als nahe der Ortschaft Khanna ein Personenzug entgleist.

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