• Eine Dreier-Tippgemeinschaft und ein Einzelspieler teilen sich 28,2 Millionen Mark

Welt : Eine Dreier-Tippgemeinschaft und ein Einzelspieler teilen sich 28,2 Millionen Mark

Der dritthöchste Jackpot in der deutschen Lottogeschichte von 28,2 Millionen Mark ist geknackt. Eine dreiköpfige Tippgemeinschaft aus Köln und ein Glückspilz aus Stendal in Sachsen-Anhalt hatten im Samstags-Lotto die sechs Richtigen plus Superzahl.

Nach Angaben von WestLotto-Sprecher Elmar Bamfaste in Münster erhält der Gewinner aus Stendal insgesamt 14,1 Millionen Mark.

Er hatte sich allerdings bis Montagnachmittag noch nicht gemeldet, wie Lotto Toto Sachsen-Anhalt mitteilte. Den Tipp-Schein habe er in einer Lottostelle in Stendal abgegeben.

Die drei Spieler aus Nordrhein-Westfalen müssen sich den gleichen Betrag teilen. Auch sie sind laut Bamfaste noch nicht näher bekannt. 16 andere Tipper können in der Gewinnklasse II mit je 626 000 Mark rechnen. Sie hatten zwar auch einen "Sechser", allerdings die falsche Superzahl auf ihrem Schein.

"Es ist auffällig, dass die Zahlen alle im hohen Bereich liegen", sagte Bamfaste am Montag der dpa. "Vor allem die 19 lockte die Geburtstagstipper an.

Deshalb ist die Zahl der Gewinner sehr groß." Wohl auch deswegen sei es keinem Einzelgewinner gelungen, den Topf zu knacken und den größten Einzelgewinn der Lottogeschichte für sich zu verbuchen. Die Glückszahlen im Samstagslotto lauteten 17 - 19 - 24 - 30 - 34 - 35 (Superzahl 0) (Ohne Gewähr).

Immerhin 85 Tipper hatten nach Bamfastes Angaben fünf Richtige, die rund 74 000 Mark wert waren. Fast drei Millionen Lottospieler brachten es auf einen sogenannten "Dreier". Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL würden sich 35 Prozent der Befragten bei einem Millionen-Treffer ein sogenanntes "Traumhaus" kaufen. 21 Prozent gingen auf Weltreise. 13 Prozent würden sich zuerst ein neues Auto gönnen. Vor Übermut nach einem Volltreffer im Lotto scheinen sich fast alle befragten Lottospieler für gefeit zu halten. Jedenfalls gaben nur drei Prozent an, sie würden "einfach alles auf den Kopf hauen".

Das Lottofieber in Deutschland sei in der vergangenen Woche "gewaltig" gewesen, sagte Bamfaste: "Wir hatten eine Umsatzsteigerung von 40 Prozent gegenüber normalen Wochen."

Daher schwoll der mit rund 27 Millionen Mark angegebene Jackpot noch einmal an. Mehr als 250 Millionen Mark seien von den Lottospielern vertippt worden.

Allen Tippern, die keinen Erfolg hatten, versprach der Lotto-Sprecher ein angebliches "stattliches Trostpflaster": Im Spiel 77 am Mittwoch habe sich nach 18 Wochen der mit 8,1 Millionen Mark zweithöchste Jackpot der Lottogeschichte in dieser Kategorie angesammelt. Nur 1977 habe er mit 8,2 Millionen Mark höher gelegen. Der Jackpot im "Lotto am Mittwoch" liegt bei sechs Millionen Mark.

Der mit 42,3 Millionen Mark höchste Jackpot sei am 10. September 1994 an vier Spielteilnehmer gefallen. Den mit 35 Millionen Mark zweitgrößten Jackpot hatten sich am 8. August 1998 ein Nordrhein-Westfale und ein Bayer geteilt.

Den mit 20,9 Millionen Mark bislang höchsten Einzelgewinn kassierte am 24. Juli dieses Jahres eine Familie aus Schleswig-Holstein. Der zweithöchste - er betrug 20,5 Millionen Mark - war am 17. Dezember 1994 nach Hessen gefallen.

Nach Bamfastes Angaben darf ein Jackpot längstens zehn Wochen stehen bleiben. "In der elften Woche wird er zwangsausgeschüttet und der Gewinnklasse II zugeschlagen." Das sei allerdings bislang noch nicht passiert.

Vorigen Samstag hatte der bundesweite Spieleinsatz 188 Millionen Mark betragen, 18 Millionen Mark mehr als in der Vorwoche. Vor den Schaltern hatten sich teilweise lange Schlangen von Lottospielern gebildet. An einem normalen Samstag ohne Jackpot werden durchschnittlich 160 Millionen Mark verwettet.

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