Welt : Eine große Freude

Eine Million Menschen feierten mit dem Papst

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Köln Sie hatten ein Fahnenmeer auf der Kölner Domplatte inszeniert, waren in den Rhein gestiegen und feierten ihn mit „Benedetto“-Sprechchören: Die abertausend Jugendlichen, die mit ihren blauen Rucksäcken fast eine Woche lang das Kölner Stadtbild bestimmten, müssen den oft als intellektuell charakterisierten Papst so beeindruckt haben, dass er von einer „Explosion der Freude“ sprach. Schon beim Eröffnungsgottesdienst des 20. Weltjugendtages kam Bundespräsident Horst Köhler nicht gegen die La-Ola-Wellen an. Ganz Köln war „raderdoll“, wie die karnevalserprobten Einheimischen sagen.

Dabei blieb alles friedlich: Die Sanitäter wurden für kaum mehr als kleine Hilfsdienste gebraucht. Nach der Virgil am Samstagabend übernachteten auf dem Marienfeld 800000 Gläubige. Aus den kostenlos verteilten Regencapes wurden provisorische Zelte gebastelt. Mit 12 Grad war es empfindlich kalt – 43 Menschen mussten wegen Unterkühlung behandelt werden. Am Sonntagmorgen musste der Papst mit seinem „Papa-Mobil“ kurzfristig die Route ändern – sie war mit Schlafenden belegt. 250 Millionen Menschen in aller Welt verfolgten die Feier im Fernsehen. Benedikt XVI. mahnte: „Eine große Freude kann man nicht für sich selbst behalten. Man muss sie weitergeben.“ Tsp

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