Eingesperrt : Französin steckte vier Tage in Aufzug fest

Vier Tage und drei Nächte hat die 18-jährige Französin Safiatou wegen einer Panne im Aufzug ihres Wohnhauses in Saint-Denis bei Paris verbringen müssen.

Paris - Die junge Frau wollte nach einem Bericht der Zeitung "Le Parisien" vom Freitag in der Woche vor Weihnachten Brot holen, als der Aufzug zwischen dem ersten und dem zweiten Stock stecken blieb. Der verzweifelte Vater suchte seine Tochter überall, nachdem der Hausmeister des Gebäudes ihm mehrfach versichert hatte, es sei niemand im Aufzug, dieser sei außer Betrieb.

"Die junge Frau war nach vier Tagen ohne Essen und Trinken sehr müde und stark von Wasserverlust gekennzeichnet", berichtete die Polizei. "Wir wissen noch nicht, ob sie geschrien oder um Hilfe gerufen hat und müssen erst die Beteiligten in der Sache anhören." Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht, ihr Zustand wird nach Angaben der Polizei als nicht sehr Besorgnis erregend eingeschätzt.

"Ich hatte Hunger, und mir war kalt, aber es gab ein bisschen Licht, und ich hab mit meinen Schuhen gespielt, nachgedacht und geschlafen", berichtete die 18-Jährige nach ihrer Befreiung aus dem defekten Aufzug. Sie will auch das Alarmsignal betätigt haben, was die Wartungsfirma jedoch bestreitet. Erst der Reparaturdienst fand die Eingeschlossene unterkühlt und ausgehungert vor. Ihre Eltern haben Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung erstattet. Die Polizei vernahm den Hausmeister und den Verwalter des Sozialbaus. (tso/AFP)

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