Eisbär-Fieber : Run auf Flocke: Nürnberg stellt Verkehr um

Ganz Nürnberg steht wegen Flocke Kopf – jetzt stellt das Eisbärenbaby die Stadtplaner vor Herausforderungen: Um den Besucheransturm abzufangen, müssen Ampeln umgeschaltet und Shuttle-Busse eingerichtet werden.

Flocke
Und wenn man sie fragen würde: Was hält Flocke wohl vom Eisbären-Hype? -Foto: ddp

Berlin/Nürnberg -  Das Bärenweibchen im Tiergarten soll Anfang April das erste Mal öffentlich präsentiert werden, erwartet werden am Premierentag, an Wochenenden und Feiertagen dann jeweils bis zu 25 000 Besucher. Um den Ansturm bewältigen zu können, hieß es am Montag, soll der Tiergarten in das Verkehrsleitsystem der Stadt aufgenommen und ein Bus-Shuttle eingerichtet werden, Ampelschaltungen sollen geändert werden und Busse und Straßenbahnen öfter fahren, zudem will man Parkwächter einstellen.

Zur Besichtigungspremiere von Berlins Eisbär Knut kamen am 24. März 2007 rund 9700 Gäste – Nürnberg rechnet nun nach Rücksprache mit dem Zoo mit mehr als doppelt so vielen Menschen. Geplant ist ein Kartenvorverkauf im Internet, es sollen zudem Vorverkaufsstellen eingerichtet werden. Der Tiergarten will neben den bisher fünf Kassen drei weitere eröffnen, und es sollen extra Toilettenhäuschen aufgestellt werden.

Schon jetzt herrscht am Eisbärengehege auch wegen der vielen Medienvertreter mehr Trubel als sonst, weswegen die immer noch hoch nervösen Bärinnen Vera und Vilma nicht aus ihren Käfigen heraus und zusammen auf die Anlage gelassen werden. Beide Muttertiere haben noch immer nicht ganz verkraftet, dass von ihrem Nachwuchs keine Spur mehr ist. Wie berichtet, hatte Vilma ihre Jungen aufgefressen. Vera wurde ihr Kleines weggenommen, nachdem sie das weiße Bündel aufgescheucht auf der Anlage hin- und hergeschleppt und es mehrfach fallen gelassen hatte.

Manchmal könne das Eisbärenbaby bereits „wackelig im Vierfüßlerstand stehen“, sagte Tierarzt Bernhard Neurohr. Die Bärin sei sehr aktiv, beiße Plastikhandschuhe der Pfleger kaputt. Die Überlebenschancen stehen aber immer noch bei nur fifty-fifty, in Nürnberg sind gleichwohl alle zuversichtlich. Groß ist die Freude auch über die neue Zoo-Serie im ZDF wochentäglich um 15.15 Uhr: „Nürnberger Schnauzen“. kög

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