Eisregen : Zwei Tote bei Unfällen auf spiegelglatten Straßen

Eisglätte hat in der Nacht zum Donnerstag wieder zahlreichen Autofahrern in Deutschland Probleme bereitet. Vielerorts kam es zu Unfällen. Dabei starben zwei Menschen. In Hessen rutschte ein Bus in ein Wohnhaus.

Zwischen Messel und Darmstadt prallten zwei Autos auf spiegelglatter Fahrbahn zusammen.
Zwischen Messel und Darmstadt prallten zwei Autos auf spiegelglatter Fahrbahn zusammen.Foto: dapd

Blitzeis und Eisregen haben in der Nacht zum Donnerstag vielerorts für spiegelglatte Straßen und zahlreiche Unfälle gesorgt. Vor allem in Hessen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Rheinland-Pfalz gefror der Sprühregen rasch auf dem noch kalten Boden und bildete eine gefährliche Eisschicht, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte. In Greifenstein in Hessen rutschte ein Bus in ein Wohnhaus. Menschen wurden dabei nicht verletzt. In Brandenburg und Rheinland-Pfalz starben zwei Männer bei Verkehrsunfällen.

In der Nähe von Nastätten (Rheinland-Pfalz) verunglückte ein 78 Jahre alter Autofahrer tödlich. Sein Wagen war wegen überfrierender Nässe in einer Kurve von der Straße abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Mann starb noch an der Unfallstelle. In Kaiserslautern und Umgebung registrierte die Polizei im Berufsverkehr rund 20 Unfälle. Bei zwei Zusammenstößen wurden Menschen leicht verletzt. Rutschige Straßen gab es vor allem in der Eifel und im Hunsrück.

Allein in Brandenburg krachte es laut Polizei in der Nacht mindestens 113 Mal. Ein 57-Jähriger kam als Beifahrer auf eisglatter Straße bei Golßen ums Leben. Auf der Autobahn 13 kam es nach einem Unfall zwischen Teupitz und Groß Köris zu einem kilometerlangen Stau. Ein Lastwagen war gegen die Leitplanke geprallt. Dadurch wurde der Tank aufgerissen, Kraftstoff lief aus. Deshalb musste die Autobahn gesperrt werden.

Der Bus im hessischen Greifenstein durchbrach am Morgen in einer Rechtskurve die Hauswand und landete mit der Spitze im Wohnzimmer, wie die Polizei mitteilte. Der Sachschaden beträgt rund 110 000 Euro. Der Fahrer und seine Fahrgäste kamen mit dem Schrecken davon, in dem Wohnzimmer war zum Unfallzeitpunkt niemand.

In Sachsen waren Rettungsdienste und Feuerwehr im Dauereinsatz. Fußgänger konnte sich auf eisglatten Wegen nur schwer auf den Beinen halten. Autos krachten aufeinander oder gegen die Bordsteinkanten. Auch auf den Autobahnen kam der Verkehr stellenweise zum Erliegen. Auf der A 4 (Chemnitz-Erfurt) gab es zwischen den Anschlussstellen Wüstenbrand und Schmölln im Osten Thüringens nach Unfällen in beiden Richtungen Stau. In Dresden war die A 17 Richtung Prag zwischen den Tunneln Altfranken und Coschütz gesperrt. (dpa)

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