Eklat in Baku : Offizieller ESC-Club verbietet armenische Musik

Ein deutscher DJ hat im offiziellen Club des Eurovision Song Contests einen Eklat ausgelöst - indem er Musik aus dem verfeindeten Nachbarland Armenien spielte.

Aserbaidschans Hauptstadt Baku ist der diesjährige Austragungsort des Eurovision Song Contests. Das ist umstritten.
Aserbaidschans Hauptstadt Baku ist der diesjährige Austragungsort des Eurovision Song Contests. Das ist umstritten.Foto: dpa

Der politische und militärische Konflikt zwischen Aserbaidschan und Nachbarland Armenien schlägt bis auf die Tanzfläche im offiziellen Club des Eurovision Song Contest (ESC) in Baku durch. Nachdem der deutsche Diskjockey Douze Points in der Nacht zum Samstag einen armenischen Song aufgelegt hatte, verboten ihm Mitarbeiter des sogenannten EuroClubs, weitere derartige armenische Musik zu spielen. Im offiziellen ESC-Club treffen sich allabendlich Künstler, Helfer, Delegationen, akkreditierte Journalisten und Edelfans.

Der aserbaidschanische ESC-Sprecher Kamran Agasi bestätigte der dapd den Vorfall. „Armenien hat ohne Entschuldigung kurzfristig die ESC-Teilnahme abgesagt. Wie können wir da den freiwilligen Helfern erklären, dass plötzlich armenische Musik läuft“, begründete er das Verbot.

Die beiden Ex-Sowjetrepubliken streiten seit gut zwei Jahrzehnten um das von Armenien besetzte Gebiet Bergkarabach. (dapd)

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