Elfenbeinküste : Behörden entgiften Deponien

In der Elfenbeinküste haben die Behörden mehr als die Hälfte der betroffenen Müllhalden in der Hauptstadt Abidjan entgiftet. Die Säuberungsteams arbeiten Tag und Nacht.

Abidjan - In zehn von bislang 17 gezählten Deponien seien die Giftstoffe abgepumpt und vergifteter Boden abgetragen worden, teilte eine Mitarbeiterin der ivorischen Behörden mit. Die Reinigungsarbeiten sollen in den kommenden Tagen noch verstärkt werden. Sie bat die Anwohner um Verständnis dafür, dass der Abtransport des Giftmülls mit starken Gerüchen verbunden sein könne. In den Armenviertels Abidjans hatte der Skandal für teils wütende Reaktionen unter der Bevölkerung gesorgt.

Ein von einem internationalen Konzern gechartertes Schiff unter griechischer Flagge hatte im August mehr als 500 Tonnen Giftmüll in der Elfenbeinküste abgeladen. Der Müll war auf Halden in der Millionenstadt Abidjan abgeladen worden. Bislang starben acht Menschen daran, fast siebzig weitere wurden im Krankenhaus behandelt. Rund 90.000 Menschen wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums medizinisch behandelt.

Die Entgiftung der Deponien, mit der eine französische Firma beauftragt wurde, könnte sich noch mehr als einen Monat hinziehen. Der Giftmüll soll in speziellen Containern nach Europa gebracht und dort entsorgt werden. (tso/AFP)

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