Welt : Eltern und Lehrer unter Schock

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Der weiße Linienbus war mit Schülern an Bord gegen 13.25 am Markt in Alt Landsberg gestartet. Die Kinder, die schon nach der fünften Stunde Schluss hatten, stiegen wie jeden Tag ein. Nach Angaben der Schulleiterin, Frau Gabriel, wurde der Bus gestern vor allem von 5. und 6. Klassen genutzt; denn die älteren haben meist länger Unterricht. Aber auch die Kinder jeweils einer siebten, achten und neunten Klasse, die in dem 150-Einwohner-Dörfchen Buchholz und im nahegelegenen Wegendorf wohnen, saßen im Bus. Das Fahrzeug des vom Kreisschulamt beauftragten Vertragspartners "Märkische Reisen" sollte Schüler von der Schule in Alt Landsberg in die nahen Orte Wegendorf und und Buchholz bringen. Ein Schild im zerstörten Bus verriet, dass "Märkisch Reisen" im Auftrag der Strausberger Verkehrsgesellschaft unterwegs war. Sonst ist das Standardmodell im Linienverkehr auf der Linie 943 zum U-Bahnhof Hönow eingesetzt.

Noch am späten Nachmittag standen die Lehrer und Lehrerinnen unter Schock. Immer wieder würden Eltern anrufen, und nach ihren Söhnen und Töchtern fragen, berichtete die Schulleiterin am frühen Nachmittag. Die Lehrer würden auf die eilends eingerichtete psychologische Beratungsstelle der Polizei in der Strausberger Wache verweisen, in der die Eltern auch von einem Seelsorger betreut würden. Für die zahlreichen Rettungskräfte standen ebenfalls Psychologen und Pfarrer zur Verfügung.

In das Alt Landsberger Schulzentrum selbst kamen am Nachmittag keine Eltern. Dort, an der Klosterstraße, ist sowohl die Gesamt- wie auch die Grundschule untergebracht. Die bittere Aufgabe, die Eltern zu informieren, übernahm die Polizei.

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