Ems : Schiffsbergung erneut gescheitert

Auch der dritte Bergungsversuch für das in der Ems bei Rhede in Niedersachsen gesunkene Frachters ist gescheitert. Er blockiert damit weiter den Schiffsverkehr.

Rhede - Die beiden eingesetzten Schwimmkräne hätten in der Nacht zum Freitag wieder nicht genügend Hebekraft aufgebracht, um den mit Wasser voll gelaufenen vorderen Teil des Frachters an die Oberfläche zu ziehen, sagte der Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Meppen, Holger Giest. Es werde nun am Freitag gegen 10.00 Uhr ein letzter Versuch unternommen, das Schiff zu bergen. Sollte dieser nicht gelingen, müsse die «Illona M» zersägt und abtransportiert werden.

Bei dem letzten Versuch am Freitag solle das 80 Meter lange Schiff noch weiter vorne angehoben werden - auch auf die Gefahr hin, dass es sich dabei verbiege, so Giest. Sollte es trotzdem nicht gelingen, den rund 40 Jahre alten Frachter schwimmfähig zu machen, werde er in mehrere Teile getrennt und auf diese Weise entfernt.

Für die rund 150 fest liegenden Binnenschiffe vor und hinter der Unglücksstelle haben sich die Wartezeiten durch den missglückten dritten Versuch verlängert. Bei einer erfolgreichen Bergung am Freitag könnte der seit Tagen brach liegende Verkehr auf der Ems frühestens am Samstagvormittag freigegeben werden. Sonst bliebe die Sperrung mindestens bis Montag bestehen.

Die mit 1.200 Tonnen Kies beladene «Ilona M» war in der Nacht zum vergangenen Samstag gesunken. Als Unglücksursache wird ein Radarausfall bei dichtem Nebel vermutet. (tso/dpa)

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben