Entscheidung erwartet : Prozess um Bohlen-Überfall wird fortgesetzt

Der Prozess um den Raubüberfall auf den Musikproduzenten Dieter Bohlen geht am Mittwoch in Recklinghausen weiter. Die Polizei weigert sich jedoch, den Namen eines Informanten zu nennen. Außerdem gibt Bohlen die gestohlene Summe doppelt so hoch an wie die Täter.

Überfall auf Dieter Bohlen
Dieter Bohlen: Der Prozess wegen eines Raubüberfalls in seinem Haus geht weiter. -Foto: ddp

RecklinghausenBisher sei noch unklar, ob an diesem Tag ein Urteil ergeht oder ob sich die Verhandlung weiter verzögert, weil der Name des Informanten zu dem Überfall nicht bekanntgegeben wurde, sagte ein Sprecher des Landgerichts Bochum.

Das Gericht hatte auf Antrag der Verteidigung am vergangenen Prozesstag in Erfahrung bringen wollen, ob der Informant, der die Polizei im Juli auf die Spur der beiden Angeklagten gebracht hatte, möglicherweise Komplize der beiden Männer war. Ein Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Stade und zwei Polizisten hatten sich in dem Verfahren jedoch geweigert, Angaben zu dem Tippgeber zu machen, da diesem für seine Aussage Anonymität zugesichert worden war.

Die beiden geständigen Angeklagten aus Recklinghausen sollen am 11. Dezember 2006 maskiert in Bohlens Villa in Tötensen bei Hamburg eingedrungen sein und dort den damals 52-Jährigen sowie seine 23 Jahre alte Freundin, die Haushälterin und den Gärtner zunächst mit Küchenmesser und Schreckschusspistole bedroht und anschließend gefesselt haben. Danach wollen sie mit 30.000 Euro Bargeld geflüchtet sein. Bohlen gibt jedoch eine Summe von 60.000 Euro als geraubt an. (mit ddp)

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