Welt : Er arbeitet sich langsam vorwärts

BILOXI (AFP).Mit nicht nachlassenden starken Regenfällen hat der Hurrikan Georges Teile der amerikanischen Golfküste unter Wasser gesetzt.Autobahnen, Straßen, Innenstädte und zahlreiche Häuser in den US-Bundesstaaten Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida am Golf von Mexiko waren am Dienstag nach sintflutartigem Regen überflutet.

Georges hat zwar an Kraft verloren, bedroht aber weiter große Teile der US-Golfküste.Die Windgeschwindigkeiten betrugen noch rund 120 Kilometer pro Stunde, deutlich weniger als am Wochenende, als er noch mit bis zu 277 Kilometern pro Stunde auf die Küste zugerast war.Wegen seiner nachlassenden Stärke wurde Georges vom Hurrikan zum Tropensturm heruntergestuft.Er verliert über Land rasch an Kraft, weil er nicht mehr vom Meer genährt wird.

Das Auge - das ruhige Innere - des Sturms befand sich am Dienstag 40 Kilometer nordwestlich von Biloxi im Bundesstaat Mississippi und bewegte sich mit Schrittgeschwindigkeit vorwärts.Präsidentengattin Hillary Clinton wollte am Dienstag nach Puerto Rico fliegen, um dort die am schwersten betroffenen Gebiete zu besuchen.

Georges gilt als schlimmster Wirbelsturm in der Karibik seit Jahrzehnten.Bei seinem zerstörerischen Zug durch die Karibik tötete er mehr als 300 Menschen.In den USA fiel ihm mindestens ein Mensch zum Opfer: In New Orleans starb eine ältere Frau, als in Folge des Hurrikans ein Feuer ausbrach.Fast 4000 Menschen hatten sich in staatlichen Unterkünften in Sicherheit gebracht.Mit dem Sturm einher gingen sintflutartige Regenfälle, im Küstenbereich brandeten haushohe Wellen an die Ufer.In der Küstenstadt Mobile waren die Straßen mehrere Meter hoch von Wasser überflutet.In Panama City Beach in Florida zerstörten und beschädigten die Wellen mehrere Häuser.Für die gesamte Woche werden weitere Überschwemmungen erwartet.

"La Nina" ist schuld



HAMBURG.Das Klimaphänomen "La Nina" wird nach Erkenntnissen von Wissenschaftlern in diesem Herbst verstärkt für tropische Wirbelstürme sorgen.So wurden bereits in der vergangenen Woche erstmals seit mehr als 100 Jahren vier Hurrikans gleichzeitig über dem Atlantik registriert."La Nina" bewirke eine Veränderung der atmosphärischen Zirkulation und begünstige die Bildung von Hurrikans über dem Atlantik, sagte Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut für Meteorologie.

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