Erdbeben im Iran : Zahl der Toten steigt auf mindestens 250

12.08.2012 07:23 Uhr
  • Zwei schwere Erdbeben haben den Nordwesten des Iran erschüttert. Foto: afp
    Zwei schwere Erdbeben haben den Nordwesten des Iran erschüttert. - Foto: afp
  • Dabei starben mindestens 250 Menschen, 1800 wurden verletzt. Foto: afp
    Dabei starben mindestens 250 Menschen, 1800 wurden verletzt. - Foto: afp
  • Rettungskräfte suchten in den zerstörten Dörfern fieberhaft nach Verschütteten Foto: afp
    Rettungskräfte suchten in den zerstörten Dörfern fieberhaft nach Verschütteten - Foto: afp

Update Zwei schwere Erdbeben haben am Samstag den Nordwesten des Iran erschüttert. Mindestens 250 Menschen starben, 1800 wurden verletzt. Ganze Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten.

Bei zwei schweren Erdbeben im Iran sind mindestens 250 Menschen getötet worden. Der stellvertretende Innenminister Hassan Kadami sagte der Nachrichtenagentur Fars am Sonntag, in der nordwestiranischen Provinz Aserbaidschan seien über 1800 Menschen verletzt worden. 110 Dörfer seien von dem Beben am Samstag betroffen gewesen. Die Zahl der Bewohner sei unklar. Ganze Dörfer waren von der Außenwelt abgeschnitten, Retter suchten fieberhaft nach Verschütteten. Die Zahl der Opfer könnte nach offiziellen Angaben noch steigen. Laut der Nachrichtenagentur Irna waren mehr als 60 Rettungsteams und 185 Krankenwagen sowie sieben Hundestaffeln im Einsatz.

Der iranische Rote Halbmond richtete in einem Stadion ein Notlager für 16.000 Menschen ein, wie Fars berichtete. Rund 3000 Zelte wurden bereit gestellt.
US-Geologen gaben die Stärke der Beben mit 6,3 und 6,4 an, die geologischen Verwerfungen ereigneten sich demnach in fast zehn Kilometern Tiefe. Die Erdstöße trafen die Region binnen 11 Minuten.

Mehr als 17 kleinere Nachbeben mit Stärken bis zu 4,7 wurden in kurzen Abständen gemessen. Das Erdbebengebiet ist rund 190 Kilometer von der Grenze zur Türkei entfernt. Unter den 1,5 Millionen Einwohnern der Stadt Täbris brach Panik aus. Viele Menschen flohen aus ihren schwankenden Häusern ins Freie. Zudem brachen in Teilen der Region die Telefon- und Mobilfunknetze zusammen. Die Feuerwehr berichtete von großflächigen Stromausfällen und dichtem Verkehr in Täbris.


Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad sprach den Menschen im Erdbebengebiet in einer auf seiner Webseite veröffentlichten Erklärung sein Beileid aus. Er forderte die Behörden auf, alles zu tun, um der betroffenen Bevölkerung zu helfen.
Im Iran gibt es häufig Erdbeben, weil dort mehrere tektonische Platten aufeinander treffen. Ein besonders schweres Beben ereignete sich im Dezember 2003. Damals kamen im Südosten des Landes 31.000 Menschen ums Leben. Bei einem Erbeben im Nordosten Irans erst im Januar wurden mehr als hundert Menschen verletzt. (afp/dpa)

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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