Erdbeben in China : Fünf Millionen Menschen ohne Obdach

Über 50.000 Tote, 169.000 verletzt, fünf Millionen obdachlos, Seuchengefahr. Die Hiobsbotschaften nach dem schweren Erdbeben in China reißen nicht ab. Aber es gibt auch kleine Wunder: Noch immer werden Überlebende aus den Trümmern geborgen.

Zelten in China
Nach dem Erdbeben müssen viele Chinesen in Zelten unterkommen. -Foto: AFP

PekingDas verheerende Erdbeben in China hat rund fünf Millionen Menschen obdachlos gemacht. Bislang sind in der betroffenen südwestchinesischen Provinz Sichuan rund 22.000 Todesopfer bestätigt worden. Doch rechnet der Krisenstab mit mehr als 50.000 Toten. Wie die chinesische Regierung am Freitag berichtete, wurden in Sichuan und den Nachbarprovinzen 169.000 Menschen durch das Erdbeben verletzt.

Auch vier Tage nach den Erdstößen der Stärke 7,9 wurden weiter Überlebende aus den Trümmern geborgen. In der Stadt Shifang wurde ein Mann 100 Stunden nach dem Beben aus den Ruinen einer Düngemittelfabrik gerettet. 17 Überlebende fanden die Helfer in dem zerstörten Gebäude der Kreisregierung von Beichuan. Wie sie solange aushalten konnten, war zunächst unklar.

Ein starkes Nachbeben der Stärke 5,9 erschütterte am Freitag die Region und löste neue Erdrutsche aus. Einige Autos wurden unter Geröll begraben. Auch gingen gerade reparierte Telekommunikationseinrichtungen wieder zu Bruch. Über neue Opfer wurde nichts bekannt. (ck/dpa)

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