Erdbeben in Südasien : Zahl der Opfer steigt immer noch

Eine Woche nach der Katastrophe spricht das pakistanische Militär von rund 38.000 Toten im Norden des Landes und im pakistanischen Teil von Kaschmir.

Islamabad - Armee-Sprecher Generalmajor Shaukat Sultan fürchtet, dass die Zahl weiter steigt, sobald die Trümmer in den am härtesten betroffenen Gebieten weggeräumt seien. Helfer vor Ort gehen mittlerweile von 50 000 Toten aus.

Die Zahl der Verletzten wurde von offizieller Seite mit mindestens 62 000 angegeben. Mehr als 200 000 Häuser wurden zerstört.

Schlechtes Wetter und plötzlicher, heftiger Regen haben die Rettungsarbeiten am Samstag stark behindert. Tausende verzweifelte Menschen warten in den abgelegenen Gebieten auf die dringend benötigte Hilfe. Der private Fernsehsender Geo TV berichtete, Schlammlawinen blockierten die Straßen in den Außenbezirken der stark zerstörten Region von Balakot, etwa 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Islamabad.

Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen (UN) hat seine Verteilung von Nahrungsmitteln inzwischen auch auf entlegene Bergdörfer in Pakistan ausgeweitet. Die Hilfslieferungen würden jedoch durch die beschädigten Straßen und Erdrutsche behindert, teilte das WFP am Samstag in Berlin mit. Viele Gebiete seien nur mit Hubschraubern zu erreichen. Unterdessen strömten tausende Pakistaner in die Moscheen, um für die Erdbebenopfer zu beten. (tso/dpa)

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