Welt : Erdbebenretter im Wettlauf mit der Zeit

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Yogyakarta - Im Katastrophengebiet auf Java kämpfen die Retter im Wettlauf mit der Zeit gegen die wachsende Not der Erdbebenopfer. Nur mit Mühe können sie entlegene Regionen erreichen. Angesichts von 100 000 bis 200 000 Obdachlosen wird auf der indonesischen Insel der Ausbruch von Krankheiten befürchtet. Drei Tage nach dem Beben hatten Einsatzkräfte kaum mehr Hoffnung, unter den Trümmern noch Überlebende zu finden. Die Zahl der Toten stieg weiter: Nach Angaben des indonesischen Sozialministeriums vom Dienstag kamen bei dem Erdstoß der Stärke 6,2 mehr als 5400 Menschen ums Leben.

„Viele Patienten mit komplizierten Brüchen und Kopfverletzungen müssten dringend operiert werden, aber es fehlt an Personal und Geräten“, sagte der deutsche Helfer Bernd Baucks in Yogyakarta.

Auf dem Flughafen der Stadt Yogyakarta auf Java landeten zwar erneut Maschinen mit Hilfsgütern. Überlebende in abgelegenen Regionen des Erdbebengebiets klagten jedoch, dass Nahrungsmittel sie nur schleppend erreichten. Hilfsorganisationen räumten ein, dass nach starken Regenfällen einige Gegenden wegen aufgeweichter Straßen schwer mit Fahrzeugen zu erreichen seien.

Unterdessen erschütterte ein schwerer Erdstoß die indonesische Provinz Papua, etwa 4000 Kilometer östlich von Java, und löste Panik unter den Bewohnern der Provinzhauptstadt Jayapura aus. Das Beben hatte eine Stärke von 6,0. Über Opfer lagen keine Berichte vor. dpa

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