Erfindung : Döner schöner essen

Manche Ideen sind so simpel, dass man sich fragt, warum nicht viel früher jemand darauf gekommen ist. Sechs 17- und 18-jährige Berliner Schüler hatten so einen Einfall.

Daniela Martens
280219_0_9934bf52.jpg
Die Erfinder. Anon Mall, Tim Hellfeuer, Philipp von Hammerstein, Katharina Lorenz, Björn Jeschke, Marlene Haas.

Die Schüler haben einen Dönerhalter erfunden. Eine „Esshilfe“, wie sie es nennen, für das Lieblingsfastfood der Hauptstädter. Das Rezept für die ebenso einfache wie geniale Einwegverpackung: Man nehme ein quadratisches Stück dünne, beschichtete Pappe. Falte es zum Dreieck, klebe zwei kleine Pappstücke an die äußeren Ecken – fertig ist der Halter, den seine Erfinder „Eatdöner“ getauft haben. Eine Firma und einen Businessplan dazu gibt es auch schon – allerdings nur als fiktive Geschäftsidee für den Wettbewerb „Business at School“ der Firma Boston Consulting Group. Gerade haben die Schüler der Hildegard-Wegscheider-Oberschule in Grunewald mit ihrem Konzept die Regionalausscheidung des Wettbewerbs gewonnen – Idee und Präsentation waren besser als die von sieben anderen Schülergruppen aus Berlin und Sachsen. Deshalb dürfen sie am 22. Juni zum Europa-Finale des Wettbewerbs nach München fahren. Wird es die Esshilfe tatsächlich in die Dönerbuden schaffen? Sie selbst wollten ihre Idee nicht vermarkten, sagen die Erfinder. „Aber wenn sie uns jemand klauen würde, wären wir trotzdem ziemlich sauer“, sagt Marlene Haas.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben