Welt : Erkältungswelle: Deutschland ist verschnupft

Schnupfen, Fieber, Heiserkeit: In Deutschland grassiert die alljährliche Erkältungswelle. "Im Moment entdecken wir sehr viele Erkältungsviren, zum Beispiel Schnupfen- und Enteroviren, die die so genannte Sommergrippe verursachen", sagte Grippe-Experte Rolf Heckler vom Nationalen Referenzzentrum für Influenza in Hannover am Dienstag in einem dpa-Gespräch. Diese Erkältungswelle sei für die Jahreszeit normal, mit der echten, gefährlichen Grippe (Influenza) habe sie nichts zu tun. "Wir haben in dieser Saison bisher noch keinen einzigen Grippefall nachgewiesen", sagte Heckler. Er riet gefährdeten Menschen aber dringend zu einer Schutzimpfung.

Grippegefährdet sind nach seinen Worten vor allem ältere, immungeschwächte und chronisch kranke Menschen sowie solche, die täglich mit vielen anderen Menschen in Kontakt kommen. "Aber auch junge, kräftige Menschen können Grippe bekommen, die auch bei ihnen einen schweren Verlauf haben kann", sagte Heckler. Von den Grippegefährdeten lasse sich derzeit weniger als die Hälfte impfen.

Die Influenza breite sich normalerweise zwischen Dezember und April in Deutschland aus. Eine Schutzimpfung muss Heckler zufolge jedes Jahr wiederholt werden, weil die Viren sich ändern. Wer Fieber hat, sollte auf jeden Fall einen Arzt konsultieren, Bettruhe halten und sich schonen, riet der Grippe-Experte. Schuld an der Erkältungs- und Grippewelle ist Heckler zufolge vor allem das kühlere Klima.

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