Ermittlungen : Neun Jahre alte Gammelburger in Belgien beschlagnahmt

In Deutschland bahnt sich offenbar ein neuer Gammelfleischskandal an. Die belgische Justiz ermittelt wegen Handels mit verdorbenem Hühnerfleisch. Auch eine deutsche Firma war offenbar daran beteiligt.

BrüsselBei dem beanstandeten Fleisch handelt es sich nach Informationen der belgischen Zeitungen "Het Laatste Nieuws" und "La Dernière Heure" um jahrelang tiefgefrorene Bestände, die zum Teil noch aus der Zeit des Dioxin-Skandals von 1999 stammen. Damals mussten Millionen belgischer Hühner getötet werden, weil sie mit dem krebserregenden Stoff belastet waren. Mindestens vier Firmen aus Deutschland, Belgien, Frankreich und den Niederlanden sind laut Presseinformationen in die Machenschaften verstrickt.

Den Berichten zufolge wurde das ungenießbare Fleisch in die Ukraine exportiert, von wo es in Form von Hamburgern oder Würsten wieder in die EU gelangen sollte. Insgesamt 1400 Tonnen des Hühnerfleischs wurden demnach in der Ukraine sichergestellt. Die ukrainischen Behörden hätten 32 Waggonladungen des Fleischs an der Grenze zu Polen beschlagnahmt, sagte ein belgischer Justizsprecher der Zeitung "Het Laatste Nieuws". (küs/AFP)

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