Welt : Erneut brennt eine Bohrinsel im Golf von Mexiko

Washington - Im Golf von Mexiko ist am Donnerstag eine Erdölplattform explodiert und in Flammen aufgegangen. Die meisten der 13 dort beschäftigten Arbeiter seien ins Wasser geschleudert worden, berichtete die US-Küstenwache; einer wurde dabei verletzt. Nach Behördenangaben gab es Berichte über einen anderthalb Kilometer langen Ölschleier an der Unglücksstelle. Ein Sprecher von Mariner Energy, des Eigners der Plattform, und der Gouverneur des Staates Louisiana erklärten, bisher habe man kein auslaufendes Öl gesichtet.

Zum Zeitpunkt des Unglücks förderte die Plattform nach US-Behördenangaben weder Öl noch Gas. Der Unfall ereignete sich laut CNN etwa 140 Kilometer vor der Küste des Bundesstaates Louisiana. Die Firma Mariner Energy ist vor allem im Golf von Mexiko tätig. Die Unglücksstelle liegt einige hundert Kilometer westlich von der im April explodierten und untergegangenen Ölplattform „Deepwater Horizon“ des britischen Konzerns BP. Aus dem Leck liefen bis August etwa 660 000 Tonnen Öl ins Meer. Die Ölpest, die dadurch verursacht wurde, gilt als bislang schwerste in der Geschichte der USA. Ein BP-Sprecher betonte am Abend, dass BP an der jetzt explodierten Plattform in keiner Weise beteiligt sei. dpa/AFP

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