Welt : Erste Zeugenaussagen im Eschede-Prozess

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Celle (dpa). Im Prozess um die ICE-Katastrophe von Eschede hat die juristische Kleinarbeit begonnen. Zu Beginn der Beweisaufnahme wurden technische Details des Zuges „Wilhelm Conrad Röntgen“ vor und nach dem Unglück im Juni 1998 analysiert, bei dem 101 Menschen getötet wurden. Zwei Bahn-Ingenieure und ein leitender Techniker des Radherstellers müssen sich vor dem Landgericht in Celle verantworten. Fahrlässige Tötung in 101 Fällen und fahrlässige Körperverletzung in 105 Fällen wird ihnen vorgeworfen, da sie die Belastbarkeit des Radsystems bei der Einführung 1992 nicht ausreichend geprüft haben sollen. Der Bruch eines Radreifens gilt als Unglücksursache, zu der sich mehrere Beamte des Bundesgrenzschutzes äußerten, die bei der Sicherung von Spuren nach dem Unfall ein Durcheinander von Achsen und Drehgestellen vorfanden. Der Anwalt der Hinterbliebenen kündigte eine Beteiligung seiner 72 Mandanten an einer möglichen Schadenersatzklage gegen die Deutsche Bahn AG in den USA an.

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