• Erster Weihnachtsfeiertag: Papst ruft zu Frieden auf und spendet Segen „Urbi et Orbi“

Erster Weihnachtsfeiertag : Papst ruft zu Frieden auf und spendet Segen „Urbi et Orbi“

Benedikt XVI. hat in seiner Weihnachtsbotschaft die Menschen aufgefordert, die Hoffnung nicht zu verlieren - gerade auch in Krisenländern wie Syrien, Nigeria und Mali. Auch in Deutschland riefen Kirchenvertreter am ersten Weihnachtsfeiertag zum Frieden auf.

Papst Benedikt XVI. am Dienstag in Rom.
Papst Benedikt XVI. am Dienstag in Rom.Foto: Reuters

Papst Benedikt XVI. hat am ersten Weihnachtsfeiertag den apostolischen Segen „Urbi et Orbi“ - der Stadt und dem Erdkreis - gespendet. Vor Zehntausenden Menschen auf dem Petersplatz in Rom und Millionen Fernsehzuschauern in aller Welt verlas er in 65 Sprachen Weihnachtsgrüße.

Eindringlich forderte Benedikt ein Ende der Gewalt im Bürgerkriegsland Syrien. „Noch einmal rufe ich dazu auf, das Blutvergießen zu beenden, die Hilfeleistungen für die Flüchtlinge und Evakuierten zu erleichtern und auf dem Weg des Dialogs eine politische Lösung für den Konflikt zu verfolgen.“

An die Konfliktparteien im Nahen Osten appellierte er, allzu vielen Jahren der Kämpfe und Spaltungen ein Ende zu setzen und mit Entschiedenheit den Verhandlungsweg einzuschlagen. Die Menschen in den Umbruchstaaten im Norden Afrikas forderte der Papst auf, gemeinsam Gesellschaftsformen aufzubauen, die auf Gerechtigkeit und Achtung der Freiheit und der Würde jedes Menschen gegründet seien. Dies gelte besonders für Ägypten, dieses geschätzte und durch die Kindheit Jesu gesegnete Land, wie Benedikt betonte.

Christen in aller Welt feiern Weihnachten
Mehr Zeit für Gott - so lautete die zentrale Forderung von Papst Benedikt XVI. während der Christmette im Petersdom in Rom.Weitere Bilder anzeigen
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25.12.2012 08:54Mehr Zeit für Gott - so lautete die zentrale Forderung von Papst Benedikt XVI. während der Christmette im Petersdom in Rom.

Das Oberhaupt von weltweit 1,2 Milliarden Katholiken sprach von der Mittelloggia des Petersdomes zu den Gläubigen. Zehntausende hatten sich dazu bei wolkenverhangenem Himmel auf dem weiten Areal vor der Basilika versammelt.

Auf Deutsch sagte der Papst: „Die Geburt Jesu Christi, des Erlösers der Menschen, erfülle Euer Leben mit tiefer Freude und reicher Gnade; sein Friede möge in Euren Herzen wohnen. Gesegnete und frohe Weihnachten!“

In Berlin rief Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki zur Solidarität mit verfolgten Christen in aller Welt auf. „Christen sind heute die weltweit am meisten diskriminierte und verfolgte Glaubensgemeinschaft. Und das in einem Zeitalter, in dem Menschenrechte und Religionsfreiheit so gerne beschworen werden“, sagte Kardinal Woelki in seiner Predigt am ersten Weihnachtstag.

Mit großer Besorgnis schaue er auf die Situation von Christen in vielen Ländern der Welt - in Syrien, in Ägypten, in Nigeria, sogar im Heiligen Land. „Es ergeht ihnen vielfach nicht minder wie der Heiligen Familie vor 2000 Jahren“, kritisierte Woelki. „Wir dürfen diese Christen nicht vergessen. Wir dürfen angesichts ihrer Not nicht schweigen.“

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