• „Es ist mir ein medizinisches Rätsel“ Interview mit n-tv-Chef Helmut Brandstätter

Welt : „Es ist mir ein medizinisches Rätsel“ Interview mit n-tv-Chef Helmut Brandstätter

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Mette-Marit wird nicht nach Deutschland kommen können – als Folge eines Interviews mit n-tv-Talkerin Sandra Maischberger leidet sie an Schneeblindheit. Hat sich das n-tv-Team falsch verhalten?

Wir sind untröstlich und wünschen Mette-Marit baldige Besserung. Wir sind sicher, sie hat hervorragende Ärzte. Wir werden versuchen, sie mit einem Blumengruß zu trösten. Ich selbst war einmal schneeblind, als ich auf 3000 Meter Höhe im Sommer ohne Sonnenbrille Skigefahren bin. Deswegen weiß ich, wie sehr das schmerzt. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass durch einen Tageslicht-Scheinwerfer eine derartige Krankheit entsteht. Vielleicht kommen wir noch drauf, dass sich das Ozonloch über Norwegen geöffnet hat. Unser Team wollte die Aufnahmen drinnen machen, weil das einfacher zu handhaben ist, aber der Hof wollte es draußen machen, um die bezaubernde norwegische Landschaft zu zeigen.

Die Sonne brennt beim Interview vom Himmel, trotzdem muss n-tv die Interviewpartner mit Scheinwerferlicht überfluten?

Je stärker die Sonne von oben scheint, um so stärker muss auch das Scheinwerferlicht scheinen, das die Sonne ausgleichen muss. Das ist die Schwierigkeit bei Außenaufnahmen.

Können Scheinwerfer überhaupt die Augen schädigen?

Wenn das Licht zu stark gewesen wäre, dann hätte es Mette-Marit durch sehr starke Tränenbildung eigentlich merken müssen. Hat sie aber nicht. Es ist mir ein medizinisches Rätsel.

Sandra Maischberger ist jetzt aber nicht schneeblind?

Nein, sie ist wohlauf, wobei sie auch erzählt hat, dass einer aus dem Interview-Team mit einem leichten Sonnenbrand zurückgekommen ist. Die starke Sonne am Mittwoch ist offenbar ein Faktum.

Wird Ihr Sender aus dem Vorfall irgendwelche Konsequenzen ziehen?

Natürlich muss man die Lampen prüfen lassen, im Moment schließe ich das als Ursache aber aus.

Das Gespräch führte Joachim Huber.

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