• Eskalation in Nahost: Syrienkonflikt: Türkeiurlauber können nicht kostenlos stornieren

Eskalation in Nahost : Syrienkonflikt: Türkeiurlauber können nicht kostenlos stornieren

Worauf müssen sich Urlauber einstellen, die einen Aufenthalt in der Türkei gebucht haben? Der Konflikt mit Syrien berechtigt nicht zum kostenlosen Stornieren - derzeit.

„Die Urlaubsregionen sind nicht betroffen“, sagte der Reiserechtler Paul Degott aus Hannover am Donnerstag. Und das Auswärtige Amt (AA) habe bislang keine Reisewarnung für die Türkei ausgegeben. „Angstgefühle im Oberbauch sind keine Grundlage für einen Vertragsabbruch“, erklärte Degott. Erst wenn sich die Lage ändere und die geplante Reise beeinträchtigt sei, sei das ein Grund für kostenfreies Stornieren. Wer bei der jetzigen Sachlage auf die Reise verzichten will, muss in den sauren Apfel beißen und die Stornokosten tragen.

Das könnte sich ändern, falls sich der Konflikt auch auf Touristenregionen ausweitet. Das Auswärtige Amt kann in diesem Fall auch Warnungen für Teilgebiete aussprechen. „Man muss das aber immer auf den einzelnen Vertrag runterbrechen“, sagte Degott. Es kommt also immer darauf an, ob das jeweilige Reiseziel, gebuchte Ausflüge oder etwa der Flughafen betroffen sind. Wenn der Veranstalter weder für die gebuchten Leistungen noch für die Sicherheit der Urlauber garantieren kann, dürfen Kunden kostenfrei stornieren. In solchen Fällen sollten Betroffene aber immer zuerst auf den Veranstalter zugehen und nach Ausweichmöglichkeiten fragen, rät Degott.

Bei einem syrischen Granatangriff auf einen türkischen Grenzort sind fünf Menschen getötet worden. Die Türkei hatte mit dem Beschuss syrischen Gebiets reagiert. Das Auswärtige Amt empfiehlt angesichts des Vorfalls in seinen Reisehinweisen im Internet, sich nicht in der Nähe der türkisch-syrischen Grenze aufzuhalten.

Konflikt an syrisch-türkischer Grenze droht zu eskalieren
Rauch in den Straßen der südosttürkischen Stadt Akcakale: Am 3. Oktober war der Ort von syrischer Seite mit Granaten beschossen worden. Die türkische Regierung reagierte sofort und nahm syrische Ziele unter Beschuss. Dies sei als Warnung an das Regime von Präsident Baschar Assad zu verstehen, sagte ein Berater des türkischen Ministerpräsidenten Erdogan am Donnerstag.Alle Bilder anzeigen
1 von 8Foto: dapd
04.10.2012 13:26Rauch in den Straßen der südosttürkischen Stadt Akcakale: Am 3. Oktober war der Ort von syrischer Seite mit Granaten beschossen...

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