Welt : Esperanza heißt Hoffnung Name für neugeborene Tochter eines Bergmanns

Santiago de Chile - Einer der 33 in Chile in 700 Meter Tiefe verschütteten Bergmänner ist Vater geworden. Seine Frau brachte am Dienstag ein Mädchen zur Welt. Das kleine Mädchen erhielt den Namen Esperanza (übersetzt: Hoffnung). Es wiegt gut drei Kilogramm, ist 58 Zentimeter groß und bei bester Gesundheit, wie das chilenische Fernsehen berichtete.

Den Namen Esperanza hatten Ariel Ticona und seine Frau Elizabeth Segovia in Anlehnung an das Zeltlager „Campamento Esperanza“ (Lager der Hoffnung) gewählt. Eigentlich sollte das Kind Carolina heißen. Aber nach dem Einsturz des Stollens am 5. August entschieden sich die Eltern für Esperanza. In dem Zeltlager campieren Angehörige der Bergleute seit Wochen bei der Mine San Jose im harschen Klima der Atacama-Wüste. Ticona hatte seine hochschwangere Frau gebeten, nicht dort zu schlafen, sondern sich zu Hause in Ruhe auf die Geburt vorzubereiten.

Der Vater wollte eigentlich bei der Geburt dabei sein. Weil das nun nicht möglich war, soll Ticona zum Trost eine Aufnahme von der Geburt seines dritten Kindes per Videokabel sehen können. Ein Familienmitglied filmte die Geburt von Esperanza. Das Baby kam per Kaiserschnitt zur Welt. Auf den Bildern trägt der Säugling eine rosa Mütze. Das Kabel für die Videoübertragung wurde durch eine der engen Versorgungsröhren nach unten gelassen. In der vergangenen Woche hatten die Kumpel schon das Freundschaftsspiel der chilenischen Fußballnationalelf gegen die Ukraine live verfolgen können. Dafür schickten Helfer einen Projektor und eine Leinwand in die Tiefe.

Die Rettungsbohrungen für die Bergleute kamen weiter voran. Zwei Bohrer arbeiteten sich bisher auf eine Tiefe von mehr als 300 Meter vor. Technische Probleme hatten zeitweise zu Verzögerungen geführt. dpa

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