Berliner Imbisse im Test : Koreanisches Barbecue

Das "Mmaah": Feuerfleisch und Kimchi in lässiger Umgebung

Von Björn Rosen
Koreanisches Barbecue
Koreanisches BarbecueFoto: Björn Rosen

Der Name ist ein Problem. Seine Schreibweise: schwer zu merken. Waren es zwei M und ein A, drei M und zwei H? Die Aussprache: unklar. Vermutlich gehört das Verrätselte zum Konzept. Jedenfalls wirkt am koreanischen Imbiss „Mmaah“ mit seinen drei Filialen alles durchdacht und durchdesigned.

Die Mitarbeiter tragen schwarze Shirts mit dem Logo des Imbiss’, die Einrichtung (Holzlamellen an den Wänden, draußen Bierbänke und hohe Tische) geht in Richtung minimalistisch-lässig, und das übersichtliche Menü steht in weißer Schrift auf schwarzen Postkarten.

Für Vegetarier gibt's Gemüsecurry

Der Schwerpunkt des „Mmaah“ liegt auf Bulgogi, wörtlich übersetzt: Feuerfleisch, also koreanisches Barbecue. Mal in der klassischen Variante mit mariniertem Rind, mal mit Hähnchen, „Hotgogi“ nennen sie das hier. Für Vegetarier gibt es Gemüsecurry auf Reis.

Der erste Besuch in der Filiale in der Nollendorfstraße 31. Das große Menü bestehend aus einem Hauptgericht, Tee und einer Beilage kostet 11,50 Euro. Bei der Hauptspeise fällt die Wahl aufs „Bulgogi BBQ Classic“, serviert auf einem kleinen Pappteller. Geht geschmacklich in Ordnung. Nur die hausgemachte und etwas zu großzügig aufs Fleisch aufgetragene Mayonnaise ist, nun ja, eine ungewohnte Kombination. Der Salat schmeckt frisch, das als Beilage bestellte Kimchi überraschend zurückhaltend, eigentlich sollten mehr Schärfe und Knoblauch dabei sein. Aber vielen wird diese milde Version wahrscheinlich zusagen. Der Tee auf Mandarinen-Basis ist ebenfalls hausgemacht.

Bulgogi unter Bäumen

Ein paar Wochen später folgt der zweite Test, in der Filiale am Columbiadamm. Im Sommer sitzt es sich hier sehr angenehm, unter Bäumen, zwischen Tempelhofer Feld, Freibad und Hasenheide. Dieses Mal gibt es „BBQ Classic Special“, eine üppige Portion (8 Euro), die zur einen Hälfte aus Bulgogi und zur anderen aus „Hotgogi“ besteht. Das Fleisch kommt unverkennbar direkt vom Grill, richtig gut. Dazu fünf Stück Mandu Kimchi (3 Euro), außen krosse, mit Tofu und Kimchi gefüllte Teigtaschen.

Mit einem Besuch am dritten Standort von „Mmaah“ (Kiehlufer 75, Neukölln) hat es noch nicht geklappt. Aber basierend auf den Erfahrungen in den beiden anderen Filialen lässt sich sagen: Kann man mmaachen.

Adresse  Columbiadamm 160, Neukölln

Geöffnet  Dienstag bis Freitag 12 bis 22 Uhr, Samstag und Sonntag sowie an Feiertagen von 13 bis 22 Uhr

Im Netz  www.mmaah.de

Interessanter Nachbar  Sommerbad Neukölln

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