DER TEST : Zwei grandiose Jahrgänge am Start

Bordeaux kann auch anders: Jenseits der sündteuren Prestigeflaschen gibt es aus dem großen Anbaugebiet attraktive Weine im mittleren und moderaten Preissegment. Wir haben roten Bordeaux der – sehr guten – Jahrgänge 2009 und 2010 in der Preisklasse bis 20 Euro getestet.

Sieben Kandidaten von sieben Berliner Weinhändlern waren angestellt, wurden „blind“ verkostet und nach dem oft angewandten 20-Punkte-Schema bewertet. Damit der Wein in seinem natürlichen Habitat als Essensbegleiter bewertet wird, haben wir den sieben Jurorinnen und Juroren geschmortes Rindfleisch serviert.

Noch nie hatten wir bei den Tagesspiegel-Weinproben ein solch eindeutiges Votum der Jury. Gleich fünf der sieben Jurymitglieder haben den Siegerwein auf den ersten Platz gesetzt. Der schmeckt wirklich allen, er überzeugt mit aromatischer Nase und

elegantem Auftritt. Alle sieben Kandidaten zeigten sich schon jetzt sehr zugänglich. Von der früheren Kratzbürstigkeit junger Bordeaux-Weine war in unserer Probe nichts zu schmecken.

Für eine allzu lange Einlagerung im Keller sind Weine in dieser Preisklasse ohnehin nicht geeignet. Aber bis 2020 sollte ihr Potenzial schon reichen.

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