Die Zeitschrift "Beef!" : Milchlamm, Mäner, Marinaden

Nix für Vegetarier: In dieser Zeitschrift wird turbo-gegrillt

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Der "Playboy" für kulinarisch Interessierte
Der "Playboy" für kulinarisch InteressierteFoto: Tsp-Repro

Setzen sich wilde Kerle im Wald um ein loderndes Feuer, stecken ein Spanferkel auf den Drehspieß, sie öffnen eiskalte Biere mit den Zähnen, kauen auf krosser Schweinekruste herum und betrinken sich, singen Lieder und reißen dreckige Witze, bis einer nach dem anderen umkippt, um den Nachtfrost im dicken Holzfällerhemd zu überleben. So stelle ich mir eine Redaktionskonferenz von „Beef!“ vor; Untertitel: „Für Männer mit Geschmack“. Das ist eine ironische Anspielung auf den „Playboy“, dem „Alles, was Männern Spaß macht“-Magazin. Wo dort Po und Brüste prangen, zeigt „Beef!“ saftige Steaks mit Rezepten und pralle Würste, statt Cabriolets lieber den Turbo-Grill. All das extrem lustig, extrem ästhetisch, extrem kompetent, extrem serviceorientiert. Und immer auf der Suche nach dem nächsten Kalauer: „Fette sich wer kann“ ist der Titel zum Öl-Artikel im aktuellen Magazin. Dazu ein Dossier übers Lamm. Tricks zum Garen in Salz. Rezepte für Schaschlik („Ihr Spießer!“) und Rib Eye („Auge um Auge“). So sind die eben.

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