Kolumne: Berliner Spitzenköche verraten ihre Tricks : Carmen Krüger über Aprikosen-Frühlingszwiebel-Salat und Kalte Zitronensauce

06.07.2012 17:02 Uhrvon

Ich warte jedes Jahr auf die Aprikosen aus Frankreich, das sind die besten – aus denen kann man auch gut Marmelade machen.

Für vier Personen brauche ich acht reife Aprikosen. Die werden kurz in kochendes Wasser getaucht, dann gehäutet, halbiert und entkernt. Das Fruchtfleisch schneide ich in Spalten.

Nun nehme ich ein Bund Frühlingszwiebeln, die werden gewaschen, der dunkle Teil wird entfernt, den hellen schneide ich in feine Ringe. Aus 2 EL Aprikosenmark, 2 EL weißem Balsamessig, vier EL Mandelöl (mild im Aroma), dem Hauch einer Chilischote und einer zerdrückten Knoblauchzehe nun eine Marinade herstellen, mit Salz und Pfeffer würzen und zu den Aprikosen und dem Lauch geben. Fertig! Das Aprikosenmark kann ich übrigens ganz leicht selber machen, einfach, indem ich eine gehäutete Aprikose püriere.

Zu diesem Salat kann man Fisch oder kurz gebratenes Fleisch servieren, auch ein dickes Stück Parmesankäse. Oder ein paar Garnelen oder frische Flusskrebse.

***

Zur Grillzeit noch ein verblüffendes Rezept. Einen Apfel schälen und entkernen, raffeln und mit dem Saft einer Zitrone mischen. Zwei sehr fein gehackte Schalotten zusammen mit ein, zwei Teelöffeln Honig, Salz und Pfeffer dazugeben; einen Viertel Liter geschlagene Sahne vorsichtig unter die Masse heben und kalt stellen. Man kann diese cremige Sauce ruhig ein paar Stunden vorher zubereiten. Sie passt gut zu gebratenen oder gegrillten Auberginen- oder Zucchinischeiben – für unsere lieben Vegetarier. Oder zu Fisch.

Carmen Krüger kocht in ihrem Restaurant in Eichwalde

Service

Matthies war essen

Bernd Matthies kocht gern und isst noch lieber.
Große Menüs, kleine Fundsachen, nützliche Bücher, gastronomische Erlebnisse.
Foto:

Wissen, wo es am besten schmeckt - mit der zitty-Gastrosuche

Zur Gastrosuche
Foto:

Leckere und ausgefallene Rezepte und die Tipps und Tricks der Berliner Spitzenköche zum Nachlesen.

Rezepte

Weitere Themen

  • Jubeln: Der gebürtige Tunesier Ridha Khadher vor seiner Bäckerei in Paris. Foto: privat

    Baguette Royal

    Jedes Jahr sucht Paris den besten Bäcker. 2013 heißt der Champion Ridha Khadher. Und so macht er...  mehr...
  • First Floor im Hotel Palace, Budapester Str. 45, Charlottenburg, Tel. 250 210 20, Di-Sa ab 18 Uhr geöffnet. Foto: Kai-Uwe Heinrich

    First Floor

    Keine Vorrede notwendig: Das „First Floor“ im Hotel Palace ist eine Säule der Berliner Kulinarik,...  mehr...
  • Falkenbrot:  Für dieses Brot wird sogar mit Reimen geworben. „Im Picknick-Korb/kein Falkenbrot?/Da sieht selbst Tante Betti rot.“ Ich erwähne das nur, weil es deshalb von irgendwelchen Paech-Brot-Taliban in den Schmutz gezogen wird, als sei so etwas nun auf ewig verboten. Mir egal. Das Brot aber nicht! Das Falkenbrot ist ein saftiges Roggen-Weizen-Mischbrot mit Sauerteig, das laut Deklaration einen Anteil „Röstbrot“ enthält, was den betont kräftigen Geschmack erklärt. Schmeckt am allerbesten solo, nur mit gesalzener Butter der Molkerei Münchehofe. Mit Tomaten? Leberwurst? Toll. Bernd Matthies – BioBackHaus, www.das-BioBackHaus.de, Preis: 4,15 Euro/kg. Foto: Tsp

    Gute Brote

    Ihr Völker der Welt, schaut auf diese Stullen! Denn Berlin hat da eine Menge zu bieten. Wir haben...  mehr...
  • Dänisches Roggenbrot

    Der Brot-Blogger

    Ist der Mann irre? Steht mitten in der Nacht auf, wiegt Salz aufs Gramm genau, hegt den...  mehr...
  • Essen wie Gott in Austria: bei FranzKarl im Bötzowviertel Foto: Mike Wolff

    Naschmarkt Berlin

    Kaiserschmarrn, Topfen, Obers – als Wienerin hat unsere Autorin Puderzucker im Blut. Hier zieht...  mehr...