Essen & Trinken : Maxim-Gorki-Theater

Ruth Reinecke, Schauspielerin
Ruth Reinecke, SchauspielerinFoto: Doris Spiekermann-Klaas

Ruth Reinecke, Schauspielerin: „Mittags ist es voll, dann versteht man sein eigenes Wort nicht. Seit dieser Spielzeit haben wir einen neuen Pächter, der kocht ausgesprochen gut. Es gab lange eine deftige Küche. Jetzt ist sie leichter, vegetarischer, abwechslungsreicher. Abends treffe ich mich gerne mit Zuschauern, die in der Vorstellung waren, trinke noch einen Wein oder ein Bier und unterhalte mich über das, was sie gesehen haben. Zu verbergen habe ich nichts, ich habe ja einen öffentlichen Beruf. Unser Garten ist die grüne Lunge des Theaters. Ein beliebter Treffpunkt zu Sommerfesten und Premierenfeiern. Auf der Bühne arbeitet man bei Kunstlicht in dunklen Räumen, da ist jeder Strahl Tageslicht willkommen. In lauen Sommernächten genießt man hier die seltene Stille der Großstadt. In der Kantine hängt auch ein Fernseher, der überträgt die Stücke, die gerade laufen. Die Technik guckt, wann sie dran ist, und bei Premieren überprüfen die Regisseure, was wir da oben verzapfen. Es wird auch gerne Fußball gesehen und dann durch das Haus vermittelt, wie es steht. Früher mal hatten wir einen Hauskater namens Alfred, mit dem jeder von uns sprach. Eine Kantinenmitarbeiterin hat sich um ihn gekümmert. Vor den Spielzeitferien gab es eine kleine Sammelbox, da haben wir Geld reingetan, und der Pförtner hat Alfred dann über den Sommer

gebracht. Sonst lebte er von den Resten, die der Mittagstisch bot. Irgendwann war Alfred weg. Es gab auch Tiere, die auf der Bühne mitspielten, Hühner in ‚Mein Kampf‘. Die lebten vier, fünf Jahre in einem

kleinen Käfig im Garten und legten uns Eier. Weil wir so ein kleines Haus sind, nahm man richtig Anteil an diesen Tieren.“

Adresse: Dorotheenstraße 9

Öffnungszeiten: Mo-Sa 9-0, So spätestens 15-0

Ein Essen kostet höchstens: 5,90 Euro

In drei Worten: schlauchig, überschaubar, Garten

Besonderheit: Mosaikwasserbecken, leider trocken

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