Rezept der Woche : Obazde und die Brezen dazu

Wichtig für die Zubereitung der Käsecreme ist, dass die Zutaten Zimmertemperatur haben. Und bloß keinen Mixer zum Mischen nehmen!

von und
Zum Obazde passen Radieschen, frische Brezen und natürlich eine Maß Bier am besten.
Zum Obazde passen Radieschen, frische Brezen und natürlich eine Maß Bier am besten.Foto: imago/Westend61

Für Obazde verwendet man Weichkäse, zum Beispiel Camembert oder Brie, und vermischt ihn mit Butter – im Verhältnis drei Viertel Käse zu einem Viertel Butter. Es soll eine cremige Masse entstehen, die aber noch kleine Käsestücke enthält. Am besten nimmt man zum Mischen daher eine Gabel oder die Hand, keinen Mixer. Wichtig für die Zubereitung ist, dass die Zutaten Zimmertemperatur haben.

Wer es kräftiger mag, nimmt Limburger Käse, für eine mildere Variante kann Frischkäse beigemengt werden. Für die rosa Farbe sorgt edelsüßes Paprikapulver. Der Rest ist Geschmackssache: Manche mengen Kümmel in die Masse, andere streuen Schnittlauch oder Zwiebelringe darüber. Keine Diskussion gibt es über die Beilagen: Am besten passen Radieschen, frische Brezen und natürlich eine Maß Bier.

Wo man in Berlin richtig gute Brezen kriegt

In München sagt sich das so leicht: Frische Brezen passen am besten dazu. Und was ist mit Berlin? Sicher gibt’s da „Brezeln“ an jeder Ecke, aber richtig gute, mit knusprigen Ärmchen und dickem Bauch? Kriegt man zum Beispiel in der Hofpfisterei. Die inzwischen etliche Filialen in der preußischen Hauptstadt betreibt, zum Beispiel am Wittenbergplatz (hofpfisterei.de). Zur Zeit bekommt man dort sogar große „Öko-Wiesn-Brezn“. Schwaben schwören aufs Laugenbäck von Beumer & Lutum (beumer-lutum.de).

Herrlicher Schmierkäse

So einfach, wie er herzustellen ist, muss man den Obazda, wie er hochdeutsch in allen grammatikalischen Lebenslagen heißt, eigentlich nicht im Laden kaufen. Kann man aber, selbst in Berlin. In den meisten Supermärkten bekommt man den Schmierkäse von Alpenhain, der ohne künstliche Aromen und Zusatzstoffe auskommt. Im bayerischen Feinkostladen Weißblau in Charlottenburg (Knobelsdorffstr. 37, weiss-blau-berlin.de) wird er donnerstags immer frisch angerührt. Seine Brezen bezieht der Betreiber beim Nachbarn, Bernhardts Bäckerei (Knobelsdorffstr. 39, bernhardtsbaeckerei.de), die unbedingt einen Besuch lohnt. Allein wie es dort duftet! Wie früher. So schmeckt es auch. Alles echte Handarbeit, zum Beispiel die Walnusssplitterbrötchen. Herrlich.

Und die Firma Just Spices hat gerade eine Obazda-Gewürzmischung herausgebracht, die es einzeln gibt oder als Teil einer Oktoberfest-Gewürz-Box, die auch noch Hähnchen-, Knödel- und Senf-Gewürz enthält. (Online bei justspices.de oder in einzelnen Hit- oder Rewe-Supermärkten in Berlin.)

Autor

10 Kommentare

Neuester Kommentar