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Evakuierung : Havarie an Bohrinsel vor norwegischer Küste

Vor der norwegischen Küste ist eine Bohrinsel havariert. Hunderte Arbeiter müssten in Sicherheit gebracht werden, nachdem die Plattform Schlagseite bekommen habe, teilte der norwegische Ölkonzern Statoil am Mittwoch mit.

Nach der Havarie einer Öl-Plattform vor der norwegischen Küste hat der Betreiber mit der Evakuierung begonnen. Die ersten von fast 400 Beschäftigten würden derzeit in Sicherheit gebracht, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Demnach waren sechs Hubschrauber bei schwierigen Wetterbedingungen im Einsatz.

Zuvor hatte die Plattform Floatel Superior, auf der sich nach Angaben des norwegischen Ölkonzerns Statoil 374 Beschäftigte befanden, Schlagseite bekommen. „Die meisten“ Arbeiter sollten per Hubschrauber an Land gebracht werden, sagte ein Konzernsprecher AFP. Es handele sich um eine Plattform zur Unterbringung von Arbeitern auf dem Ölfeld Njord.

Wegen eines Lecks hatte sich die Plattform am Morgen um vier Grad zur Seite geneigt, wie Statoil mitteilte. Anscheinend sei der Zwischenfall durch einen Zusammenstoß mit einem Anker ausgelöst worden. Etwa eine Stunde später habe die Plattform stabilisiert werden können, hieß es weiter. Aus Sicherheitsgründen solle aber alles Personal, das nicht unbedingt benötigt werde, an Land gebracht werden. „Wir nehmen die Lage sehr ernst“, sagte der Konzernsprecher.

Im Mai 2010 war eine Bohrinsel von Statoil in der Nordsee nach einem Zwischenfall teilweise geräumt worden. Wegen einer Druckveränderung war nach Angaben des Konzerns ein Sicherheitsventil abgestellt worden, fast 90 Beschäftigte mussten in Sicherheit gebracht werden. Öl lief damals laut Statoil nicht aus. (AFP)

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