Ex-Bundesligaprofi vor Gericht : Amanatidis bestreitet Tritte gegen Hundebesitzerin vor Gericht

26.10.2012 12:50 Uhr
Amanatidis zu seiner Zeit als Bundesliga-Profi. Foto: dapd
Amanatidis zu seiner Zeit als Bundesliga-Profi. - Foto: dapd

Update Gegen Ioannis Amanatidis, Ex-Stürmer von Eintracht Frankfurt, hat ein Prozess wegen Körperverletzung begonnen. Es geht um den Streit mit einer Hundebesitzerin, der eskaliert sein soll - und nach Überzeugung der Ankläger mit einem heftigen Tritt in den Bauch und einer bösen Beschimpfung endete.

Der ehemalige Eintracht-Frankfurt-Stürmer Ioannis Amanatidis hat sich am Freitag vor Gericht entschieden gegen den Vorwurf verwahrt, eine Hundebesitzerin im Streit umgetreten zu haben. In dem Prozess vor dem Frankfurter Amtsgericht warf ihm die Amtsanwaltschaft Körperverletzung und Beleidigung vor. Der 30-Jährige sei im April vergangenen Jahres nachts beim Gassigehen mit seinem eigenen Hund auf einem Platz im Frankfurter Westend mit der Frau in Streit geraten. Die 47-Jährige bekräftigte in der Verhandlung die Vorwürfe.

Amanatidis habe sich darüber geärgert, dass sie ihre Hunde nicht angeleint hatte. Nachdem die Frau im Verlauf der Auseinandersetzung einen der Hunde hochheben wollte, habe Amanatidis ihr so heftig in den Bauch getreten, dass sie umgefallen sei.

Anschließend habe er ihr gegen den Oberschenkel getreten und sie als „Schlampe“ tituliert. Die Hundebesitzerin zeigte den jetzt in Zypern lebenden, früheren Profifußballer daraufhin an. Das Gericht hatte für die Verhandlung am Freitag das persönliche Erscheinen des Beschuldigten angeordnet.

Dieser wies die Anschuldigungen der Frau entschieden zurück. In Wirklichkeit seien deren nicht angeleinte Terrier auf seinen Hund zugerannt und er habe lediglich den Angriff der fremden Hunde abgewehrt. Hier stand im Lauf der Verhandlung Aussage gegen Aussage. Die Frau beharrte darauf, Amanatidis habe sie zwei Mal umgetreten, und sein Hund habe ihre Tiere angegriffen.

Der Fußballer hatte bereits im Ermittlungsverfahren die Vorwürfe der Frau zurückgewiesen. Gegen einen Strafbefehl der Amtsanwaltschaft, in dem diese das Verfahren mit einer Geldstrafe in Höhe von 96.000 Euro ohne Prozess beenden wollte, legte Amanatidis Einspruch ein. Deshalb kam es am Freitag zu dem Prozess vor dem Amtsgericht. Die Frankfurter Amtsanwaltschaft hatte schon einmal gegen Amanatidis wegen Körperverletzung, Nötigung und Beleidigung ermittelt, das Verfahren allerdings im Frühjahr 2008 eingestellt.

Damals hatte eine Frau den Fußballer beschuldigt, sie vor einem Parkhaus in der Frankfurter Innenstadt geohrfeigt zu haben, weil er sich über ihre Fahrweise geärgert hatte. Nach Überzeugung der Strafverfolger war aber an den Vorwürfen nichts dran. Die Frankfurter Eintracht hatte im Sommer vergangenen Jahres nach dem Abstieg in die Zweite Liga ihren Vertrag mit dem einstigen Stürmerstar aufgelöst. Seither lebt der 30-Jährige auf Zypern und betreibt neben einem Restaurant ein Modelabel. (dapd)

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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