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Ex-Bundespräsident : Christian und Bettina Wulff haben sich getrennt

Über Eheprobleme von Christian und Bettina Wulff wurde schon lange gemunkelt. Jetzt ist es offiziell. Fast genau ein Jahr nach Wulffs Rücktritt vom Amt des Bundespräsidenten ist die Trennung vollzogen

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Sie geht fortan ihre eigenen Weg. Bettina Wulff.
Sie geht fortan ihre eigenen Weg. Bettina Wulff.Foto: dpa

Sie waren das Glamourpaar des Landes. Er schaffte es vom geachteten Ministerpräsidenten in Niedersachsen ins höchste Staatsamt, das Deutschland zu vergeben hat. Und sie glänzte als seine junge und attraktive Frau. Als Christian und Bettina Wulff im Sommer 2010 im Garten des Berliner Schlosses Bellevue zum ersten Mal zum Sommerfest des Bundespräsidenten einluden, da schien das etwas angestaubte Image des deutschen Staatsoberhauptes plötzlich aufpoliert: Modern und elegant, so sollten und wollten sie Deutschland fortan in der Welt repräsentieren. Zum ersten Mal in der Geschichte überhaupt sah man in jenem Jahr zur traditionellen Weihnachtsansprache des Präsidenten keinen älteren Herrn am biederen Schreibtisch sitzen, sondern eine Familie mit Kindern und Gästen vor dem Weihnachtsbaum. Dass es später anders kam, dass dem großen Aufstieg ein bitteres Ende folgte, war damals noch nicht absehbar.

An diesem Montagmorgen nun, haben beide in Hannover einen Anwalt aufgesucht. Gernot Lehr teilte später mit: „Bettina und Christian Wulff haben sich am Wochenende einvernehmlich räumlich getrennt, nehmen ihre Verantwortung für ihren Sohn gemeinsam wahr und werden keine weiteren Erklärungen zu ihrer privaten Situation abgeben.“ Am Wochenende soll Christian Wulff bereits aus dem gemeinsamen Haus in Großburgwedel aus- und in eine Mietwohnung in Hannover eingezogen sein. Bettina Wulff und ihre beiden Kinder bleiben dort vorerst wohnen. Eine Ehe, die den Boulevard fasziniert und die deutsche Politik gleichermaßen bewegt hat, ist zu Ende. Die Verbindung des Erfolgspolitikers Christian Wulff, Mitte fünfzig, und seiner schönen Begleiterin Bettina, Ende dreißig, hat nur den gemeinsamen Aufstieg überstanden. Für den Weg nach unten fehlte ihr ganz offensichtlich die Kraft.

Ende Dezember bereits titelte die „Bunte“, die beiden Wulffs würden Deutschland im Jahr 2013 „überraschen“. Von zahllosen Bildern begleitet konnte man dort lesen, wie sehr Skandale, Intrigen und politische Affären die Verbindung zweier Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, zermürben können. Von einer „Nulllinie der Liebe“ war die Rede und jeder, der in den letzten Monaten im Landtag von Hannover spazieren gegangen war, hatte schon von Gerüchten und Mutmaßungen gehört: Die halten nicht durch, das schaffen die nicht.

Sie haben es nicht geschafft. Bettina Wulff hat aus der Belastung der Rücktrittsaffäre ihres Mannes für das Paar schon zur Jahresmitte keinen Hehl gemacht. In ihrem Buch „Jenseits des Protokolls“ berichtete die PR-Expertin nicht nur ausführlich, wie sie selbst und auch ihr Mann die Zeit zwischen Weihnachten 2011 und dem Rücktritt des Bundespräsidenten im Februar 2012 erlebt haben: Verdächtigungen, Anwürfe, Untersuchungen und immer wieder Geschichten in den Zeitungen, die ihren Mann als gierigen Selbstbediener und sie als seine luxusverwöhnte Begleiterin beschrieben haben. Ohne viel Zurückhaltung legte Bettina Wulff auch die Story ihrer Ehe offen: Wie sie, alleinerziehende Mutter eines kleines Kindes, den erfolgreichen Ministerpräsidenten kennengelernt hatte. Wie sie ihn zunächst für oberflächlich hielt und dann doch lieben lernte. Und wie sie schließlich darunter gelitten hat, plötzlich, als Ehefrau des Bundespräsidenten, tagtäglich in der Öffentlichkeit zu stehen.

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