Welt : Ex-Nasa-Chef überlebt Absturz

Früherer US-Senator unter Toten in Alaska

Washington - Der ehemalige Nasa-Chef Sean O'Keefe hat den Absturz eines Kleinflugzeugs im US-Bundesstaat Alaska überlebt. Der amtierende Nordamerika-Chef des europäischen Luftfahrtkonzerns EADS und sein Sohn erlitten bei dem Unglück Knochenbrüche und Verbrennungen, hieß es am Dienstag aus Kreisen der Familie. Bei dem Absturz starben laut Behörden fünf der neun Insassen, darunter auch der frühere Senator Ted Stevens.

„Sie haben eine Menge Verletzungen, aber sie sind am Leben“, sagte ein Vertrauter der Familie O'Keefe. Der 54-Jährige und sein 17 Jahre alter Sohn Jonathan würden in einem Krankenhaus behandelt. Sie waren mit der Maschine auf einem privaten Ausflug in Alaska unterwegs. O'Keefe stand von 2001 bis 2005 der US-Weltraumbehörde Nasa vor und leitet seit November 2009 das Nordamerika-Geschäft von EADS. Der Konzern tritt derzeit gegen den US-Rivalen Boeing um einen Multi-Milliarden-Auftrag der US-Luftwaffe für neue Tankflugzeuge an.

Der Absturz der Maschine vom Typ DeHavilland DHC-3T ereignete sich nach US-Behördenangaben am Montag um 20 Uhr Ortszeit. Der Nationalgarde von Alaska zufolge herrschte am Unglücksort in der Nähe der Stadt Dillingham zum Zeitpunkt des Unglücks schlechtes Wetter. Dillingham liegt etwa 480 Kilometer südwestlich von Alaskas größter Stadt Anchorage.

Nach Angaben der Verkehrssicherheitsbehörde NTSB wurden fünf der neun Insassen bei dem Absturz getötet. Unter den Opfern war der frühere US-Senator Ted Stevens, wie ein Sprecher der Familie mitteilte. Besondere Tragik: 1978 wurde Stevens’ Frau bei einem Flugzeugabsturz getötet. Er selbst überlebte damals. Stevens zählte zu dienstältesten Senatoren, als er 2008 aus dem Amt schied. Er war damals in einem Korruptionsskandal in Alaska schuldig gesprochen worden, das Urteil wurde später wegen Verfahrensfehlern aufgehoben.

Kleinflugzeuge sind im dünnbesiedelten Alaska ein gängiges Transportmittel. Dabei kommt es allerdings immer wieder zu Unfällen, allein in den vergangenen zwei Wochen stürzten insgesamt drei Flugzeuge ab. dpa/AFP

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