Explosion auf der A3 : Bombe tötet Bauarbeiter

Bei der Explosion einer Bombe auf der Autobahn 3 Würzburg-Frankfurt bei Aschaffenburg ist ein Bauarbeiter ums Leben gekommen. Die Explosion hinterließ einen mehrere Meter breiten Krater.

Aschaffenburg - Vier weitere Arbeiter der Autobahnbaustelle und eine Autofahrerin erlitten schwere Schocks, wie das Bayerische Rote Kreuz und die Polizei mitteilten. Eine Maschine, die dort den alten Fahrbahnbelag rund 30 Zentimeter tief abfräste, brachte eine im Boden verborgene Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg zur Detonation. Der Maschinenführer starb, die Fräsmaschine wurde regelrecht zerrissen, wie ein Polizeisprecher sagte. Umherfliegende Trümmerteile beschädigten auch einige vorbeifahrende Autos.

Vor Ort war ein Großaufgebot an Rettungskräften im Einsatz. Es wurde auch ein Bomben-Spezialkommando aus München angefordert, um die Situation zu begutachten. Zunächst war unklar, ob sich weitere Sprengkörper in dem Bereich befinden.

Rätselraten um die Bombe

Zunächst blieb unklar, um was für eine Bombe es sich handelte. Erste Aussagen, wonach es sich um eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelte, wollte die Polizei später nicht wiederholen. Dafür sei die Explosion womöglich zu schwach gewesen. Sprengstoffexperten sollten die Unglücksstelle auf Überreste untersuchen, um die Art des Sprengkörpers herauszufinden.

Die Autobahn musste komplett gesperrt werden. Sowohl aus Richtung Frankfurt als auch aus Richtung Würzburg bildeten sich kilometerlange Rückstaus. Die Verkehrspolizei rechnete damit, dass die Sperrung der wichtigen Verkehrsader den ganzen Montag andauert. (tso/ddp)

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