Explosive Leidenschaft : Junge bunkert 42 Kilo Feuerwerkskörper

Ein 13-Jähriger sammelt Unmengen an Böllern, Raketen und Krachern. Die Polizei musste im baden-württembergischen Göppingen nun ein "explosives Kinderzimmer" entschärfen.

Böller Foto: ddp
Das Zünden von Böllern ist nur am 31. Dezember und 1. Januar erlaubt. -Foto: ddp

Göppingen Die Beamten fanden fast 42 Kilogramm Feuerwerkskörper im Kinderzimmer eines 13-Jährigen, wie die Polizei mitteilte. Der Schüler hatte die Böller und Raketen gebunkert, ohne sich größere Gedanken zu machen.

Das Feuerwerk soll ein 19-jähriger Freund des Jungen gekauft haben. Es seien "Restbestände von Silvester, die man irgendwann noch verballern wollte", sagten die jungen Männer bei der Polizei. Das explosive Gemisch wurde beschlagnahmt und von Spezialisten des Landeskriminalamts "entschärft".

Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz

Der Fund resultierte eher zufällig aus einem Ermittlungsverfahren wegen Diebstahls. Der dabei verdächtigte 13-Jährige hatte es den Beamten gestattet, sich in seinem Zimmer umzuschauen. Diebesgut wurde nicht gefunden.

Die Polizei wies darauf hin, dass der private Umgang mit Feuerwerkskörpern nur am 31. Dezember und 1. Januar erlaubt ist. Darüber hinaus sei jede Lagerung in Wohnräumen verboten. Im vorliegenden Fall liege auch ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vor, weil einige Böller keinen Zulassungsstempel hatten. (ae/ddp)

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