Welt : Expo 2000: Ein Weltausstellungs-Ehepaar

Arne Boecker

Dies ist eine wahre Geschichte. Sie spielt auf den Expos der vergangenen 15 Jahre. Es ist die Geschichte von Turumi Nagase und Peter Kaesermann sowie von drei springlebendigen Beweisen dafür, dass Weltausstellungen Menschen sehr, sehr nah zusammenbringen können.

Kann man japanischer heißen als: Turumi Nagase? Was könnte schweizerischer klingen als: Peter Kaesermann? Die Chance der beiden, sich irgendwo auf der Welten Rund zu treffen, müsste man im Promillebereich ansiedeln, hätte es die Expo 1985 in Tsukuba/Japan nicht gegeben. So aber lernten sich Turumi Nagase und Peter Kaesermann erst kennen und dann lieben; dem Schweizer gelang es, der Japanerin einen Job im Pavillon seines Heimatlandes zu verschaffen. Seitdem sind beide unzertrennlich, und es gilt die eherne Regel: Keine Expo ohne die Kaesermann-Nagases!

Das Expopaar verbindet die wichtigen Stationen im gemeinsamen Leben wie selbstverständlich mit den Daten von Weltausstellungen. 1986 in Vancouver gingen sie gleich von Anfang an auf gemeinsame Arbeitssuche, kurz vor Beginn der Expo 1988 in Brisbane beschlossen sie, den sehr japanischen und den sehr schweizerischen Namen durch einen Strich (standes)amtlich miteinander zu verbinden. Sasha wurde zehn Monate danach geboren und darf sich somit als echtes Expobaby bezeichnen. Die Pressestelle der Expo 2000 lobt in diesem Zusammenhang völlig zu Recht, dass das Ehepaar Kaesermann-Nagase den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung, der die Veranstaltung in Hannover prägt, offensichtlich äußerst ernst nimmt. Mittlerweile zählen auch noch die Töchter Tiffany (8) und Dominique (1) zum schweizerisch-japanischen Expo-Clan.

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