Welt : Expo: Themenpark kommt unter den Hammmer

Das Herzstück der Weltausstellung, der Expo-Themenpark, kommt in der kommenden Woche unter den Hammer. Bei einer Auktion am Mittwoch können Interessenten unter anderem den Paradiesgarten aus dem "Planet of Visions", die berühmten Entspannungsliegen (aus dem Themenpark Gesundheit), Simulationsaufzüge (Energie) und die fahrenden Roboter-Eier (Wissen) ersteigern, teilte die Expo-Gesellschaft mit. Der Firma Troostwijk Auktionen lägen bereits mehrere Angebote vor. Ersteigert werden können auch Spielplätze, Kinderbilder, ein Geländemodell und die Pavillons von Laos, Kambodscha und Georgien.

Die Gondeln der Expo-Seilbahn gehen nach Ende der Weltausstellung in das Tiroler Skigebiet Fieberbrunn im Pillerseetal. Dort sollen sie Wintersportler vom Tal auf den Doischberg bringen. Die Südtiroler Herstellerfirma Leitner habe die Anlage für rund fünf Millionen Mark verkauft, sagte der örtliche Tourismusdirektor Hans Fleckl: "Wir sind sehr froh, die Gondeln passen genau in unsere Landschaft." Als Standort für die Seilbahn war zunächst auch der Harz im Gespräch. Der Abbau auf dem Expo-Gelände solle im November beginnen und vier Wochen dauern. Im Winter 2001 sollen die Gondeln zum ersten Mal in Fieberbrunn zum Einsatz kommen.

Nachnutzung der Pavillons noch offen

Knapp zwei Wochen vor dem Ende der Weltausstellung ist die Zukunft der meisten Nationen-Pavillons noch nicht geklärt. "Die Verhandlungen laufen auf allen Ebenen auf Hochtouren", sagte eine Expo-Sprecherin auf Anfrage. Es gebe zwar mehrere Interessenten für die Pavillons, konkrete Abschlüsse lägen jedoch nur in wenigen Fällen vor. "Die Gebäude, die am 31. Oktober noch auf dem West-Gelände stehen, müssen auf jeden Fall abgebaut werden."

Auf dem Pavillon-Gelände Ost ist erst ein Viertel der Grundstücke verkauft. So eröffnet im französischen Pavillon ein Sportartikel-Fachmarkt, im chinesischen Pavillon entsteht ein chinesisches Handelszentrum. Bei sieben Gebäuden sei inzwischen sicher, dass sie nach Ende der Weltausstellung stehen bleiben und weiter genutzt werden. In die Pavillons von Belgien, Dänemark, Finnland, Großbritannien und Schweden sollen Firmen einziehen. Weitere fünf Pavillons - die von Italien, Jordanien, Kroatien, Norwegen und Portugal - würden an einem anderen Ort wieder aufgebaut. So soll der italienische Pavillon in Bari als Kulturzentrum genutzt werden. Der Pavillon der Schweiz, der aus gestapelten Holzbalken besteht, wird recycelt. Die Nachnutzung spektakulärer Expo-Bauten - die gestapelten Landschaften der Niederländer oder das Wüstenfort der Vereinigten Arabischen Emirate zum Beispeil - sei noch unklar.

Die Pavillons auf dem West-Gelände müssen abgebaut werden, weil dort Parkplätze geplant sind. Konkrete Nachnutzungspläne gibt es auch hier erst für wenige Gebäude. So kommt der mexikanische Pavillon als Bibliotheksgebäude der Hochschule für Bildende Künste nach Braunschweig, der Pavillon des Vatikans soll in Lettland als Gemeindezentrum genutzt werden. Wer sich für die restlichen Pavillons interessiert, wollte die Expo-Gesellschaft nicht sagen.

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