Extrem-Stromsparen : Chinesische Beamte schwitzen und sparen

Um dem massiv ansteigenden Energieverbrauch Einhalt zu gebieten, greifen die Behörden in China zu immer drastischeren Maßnahmen. In der Provinzhauptstadt Nanjing dürfen Ämter ihre Klimaanlagen erst ab einer Temperatur von 33 Grad anstellen.

PekingDer Kampf gegen den Stromverbrauch in China führt zu immer neuen drastischen Maßnahmen: Wie die staatlichen Medien berichteten, dürfen die Ämter in Nanjing ihre Klimaanlagen erst einschalten, wenn die Temperaturen 33 Grad Celsius erreicht haben. Bereits im vergangenen Jahr hätten die Behörden in der Hauptstadt der ostchinesischen Provinz Jiangsu damit begonnen, den Gebrauch der Klimaanlagen zunehmend zu beschränken, berichtete ein Vertreter der Landwirtschaftsabteilung. Zunächst hätten sich seine Kollegen in ihren aufgeheizten Büros sehr unwohl gefühlt, doch inzwischen hätten sie sich daran gewöhnt, berichtete der Vertreter. Ihnen mache die neue Regelung nichts aus: "Als Beamte müssen wir unseren Beitrag zum Stromsparen leisten".

Mit dem rasanten Wirtschaftswachstum in der Volksrepublik ist auch der Energieverbrauch in den vergangenen 15 Jahren massiv gewachsen. Die veralteten Stromnetze können die Nachfrage kaum erfüllen. In der Millionenstadt Schanghai fiel deshalb vor kurzem der Strom aus. Die Behörden fürchten, dass sich die Pannen im Sommer im ganzen Land wiederholen könnten und rufen massiv zum Stromsparen auf. Die Regierung in Peking wies deshalb bereits alle männlichen Angestellten an, im Sommer auf den klassischen Anzug zu verzichten und in T-Shirt und leichter Hose ins Büro zu kommen. In Peking und Yangzhou kontrollieren "Energie-Polizisten" zudem, dass der Stromverbrauch in einzelnen Gebäuden die landesweiten Grenzwerte nicht überschreitet. (mit AFP)

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