Welt : Extrem-Wetter in Europa: Tote durch Hitze, Blitz und Hagel

Die aktuellen Wetter-Extreme zwischen Wolkenbrüchen, Hagelschlag und brütender Hitze haben quer durch Europa mehrere Menschenleben gefordert. In Griechenland, der Türkei und dem Balkan stiegen die Temperaturen am Mittwoch auf Rekordtemperaturen bis zu 43 Grad. In Athen zeigte das Thermometer bereits um 09.00 Uhr morgens (Ortszeit) 38 Grad. In Bulgarien waren am Dienstag vier Menschen an den Folgen der Hitze gestorben. Bei der Eisenbahn gab es Verspätungen, weil die Züge wegen verformter Gleise die Geschwindigkeit reduzieren mussten. In Rumänien wurde am Mittwoch das Trinkwasser rationiert; das Rote Kreuz verteilte auf den Straßen gratis Mineralwasser. In der südwestrumänischen Hügelland-Region Oltenia wurde mit 41 Grad der höchste Wert seit dem Jahr 1916 gemessen, sagten die Meteorologen.

Auch Italien stöhnt unter der Hitze. In den trockenen Pinienwäldern von Ostia, dem Badestrand vor den Toren Roms, gingen 100 Hektar Pinienwald in Flammen auf. Das Feuer erfasste zwei Rennställe, acht Pferde wurden getötet, meldete das Fernsehen am Mittwoch. Die Feuerwehr war die ganze Nacht im Einsatz, um den Brand unter Kontrolle zu bringen. Am Dienstag verfinsterte zeitweise eine riesige Rauchwolke die Sonne über Rom. Es wird vermutet, dass der Brand bei Ostia von einem Pyromanen gelegt wurde. Die Hydranten in den Wäldern seien mutwillig mit einem Hammer zerstört worden. Auf der Landzunge von Gargano an der südlichen Adria war die Feuerwehr auch am Mittwoch im Großeinsatz. Mehrere Brande in Kalabrien und an der ligurischen Küste konnten gelöscht werden. In Kalabrien und Sizilien war es über 40 Grad heiß, in Rom stieg das Thermometer bis 37 Grad.

In Mitteleuropa dagegen wurden bei heftigen Unwettern mit Wolkenbrüchen und Hagelschlag mehrere Menschen getötet oder verletzt. In Tirol wurde ein deutscher Bergsteiger am Dienstag vor den Augen seines zehnjährigen Sohnes vom Blitz erschlagen. In Großbritannien entgleiste am späten Dienstagabend in der Nähe der westenglischen Stadt Bristol nach schwerem Unwetter ein Hochgeschwindigkeitszug mit etwa 200 Passagieren. Alle Insassen konnten in Sicherheit gebracht werden. Die Lokomotive war am Ende eines Tunnels mit Teilen eines Erdrutsches zusammengestoßen.

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