Fackellauf : Olympisches Feuer erreicht Mount Everest

Eine junge Tibeterin hat die olympische Fackel auf den Gipfel des höchsten Berges der Welt gebracht. Der Zeitpunkt de Aufstiegs war wegen möglicher Proteste gegen die chinesische Tibet-Politik bis zuletzt geheim gehalten worden.

Fackel auf Mount Everest
Ganz oben. Bis zuletzt blieb der Zeitpunkt für den Aufstieg zum Gipfel des Mount Everest geheim. -Foto: AFP

Peking Eine junge Tibeterin hat die olympische Fackel auf den Gipfel des Mount Everest getragen. Als erste Bergsteigerin in dem zwölfköpfigen Team hielt Cering Wangmo die Flamme auf der Spitze des höchsten Berges der Erde. "Wir sind auf dem Dach der Welt", riefen ihre Kollegen, die sich um sie gruppierten. "Wir haben es geschafft." Eine Gruppe von Bergsteigern hat am Donnerstag die olympische Flamme erstmals auf den Mount Everest getragen. Das chinesische Fernsehen zeigte Livebilder von den letzten 30 Metern des Fackellaufs auf den höchsten Berg der Erde. Bis dahin war das Feuer wegen der widrigen Wetterbedingungen in einer Laterne auf den Berg getragen worden. Auf den letzten Metern reichten die Kletterer das Feuer von einer Fackel zur anderen, bis sie die Spitze des 8848 Meter hohen Berges erreicht hatten hatten. Der Gipfel wurde um 9.18 Uhr Ortszeit (3.18 Uhr MESZ) erreicht.

Die Bergsteigergruppe formierte sich auf dem Gipfel zu einem Gruppenbild. Sie hielten zwei weiße Fahnen mit dem Logo der Sommerspiele in Peking und den Olympischen Ringen sowie die chinesische Nationalflagge hoch. Sechs Stunden vorher waren die zwölf Bergsteiger unterstützt von sieben weiteren Kletterern zum Gipfel aufgebrochen. Das Team wurde angeführt von dem Tibeter Nima Ciren, dem Leiter der Bergsteigerschule in Lhasa, wie chinesische Medien berichteten. In der Gruppe seien sieben weitere Tibeter.

Die eigens entwickelten Fackeln, mit denen das Feuer auch bei starken Winden und wenig Sauerstoff in der Luft brennt, benutzten festen Brennstoff, wie er auch in Raketen zum Einsatz kommt. Der Zeitpunkt des Aufstiegs war bis zuletzt geheim gehalten worden, offensichtlich um Störungen auszuschließen. Exiltibeter hatten das Vorhaben scharf kritisiert. Aus ihrer Sicht will Chinas Regierung mit dem Fackellauf auf den Mount Everest und durch Tibet ihren Herrschaftsanspruch über das größte Hochland der Erde demonstrieren. (jam/dpa)

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